Samstag, 30. Juni 2007

750 für Barry Bonds

Er kommt näher und näher, doch die Giants verlieren weiter…

Gestern Nacht waren die Arizona Diamondbacks zu Gast in der Bay Area und Barry Bonds brachte die Giants gleich im ersten Inning mit einem RBI Single gegen Livan Hernandez in Führung. Die Snakes konnten wenig später ausgleichen und im siebten Inning hatten die D-Backs dann zwei Mann auf Base und Conor Jackson an der Platte. Der schlug einen hohen Pop Up ins Center Field, Dave Roberts versaute den Catch und bei Runner kamen nach Hause – 3-2 Führung für die Gäste!

Diese Führung hielt bis zum achten Inning, als Barry Bonds als erster im achten Inning an die Platte musste und sonderbarerweise entschloss sich Manager Bob Melvin, Hernandez gegen ihn pitchen zu lassen. Die Geschichte zeigt, dass sowas nicht unbedingt schlau ist, denn Bonds arbeitete den Count voll und hämmerte dann einen 3-2 Pitch auf die Tribüne im Right Center Field zum Ausgleich – Nr. 16 in der Saison und Nr. 750 in der Karriere für den Slugger der Giants, der nun noch fünf Long Balls bis zum Rekord benötigt.

Allerdings half das den Giants auch nichts, denn im zehnten Inning schlug dann Catcher Miguel Montero den Game Winner gegen Closer Brad Hennessey und die D-Backs gewannen am Ende 4-3.

Freitag, 29. Juni 2007

Biggio mit 3000. Hit



Ja, es war wahrlich ein herausragender Tag in der Geschichte der Major League Baseball! Frank Thomas schlägt seinen 500. Home Run, das All Star Voting endet und dann schlägt Craig Biggio, seit 20 Jahren der Second Baseman der Houston Astros, auch noch seinen 3000. Hit im Minute Maid Park in Houston, TX!

Biggio hatte vor dem Spiel gegen die Colorado Rockies genau 2.997 Hits, brauchte also noch drei und ging letztlich 5-6. Doch der historische 3000. Hit kam im siebten Inning gegen Aaron Cook bei einem auf Base und zwei Outs. Es war ein Line Drive ins Center Field, woraufhin Ausmas den zwischenzeitlichen 1-1 Ausgleich herstellte. Biggio versuchte zur zweiten Base zu kommen, wurde aber von Center Fielder und Ex-Astro Willy Taveras ausgemacht, so dass es beim Single blieb, aber was folgte waren natürlich keine Vorwürfe, dass er ausgemacht wurde, sondern vielmehr Jubelstürme im ganzen Ballpark – auf den Rängen und natürlich auch auf dem Spielfeld. Alle seine Mitspieler kamen aufs Spielfeld, um ihn zu feiern, seine Frau umarmte ihn mit Tränen in den Augen und dann kam sogar sein ehemaliger Teamkollege, Astros Home Run King Jeff Bagwell, noch dazu, um ihm persönlich zu gratulieren.

Nach den Feierlichkeiten wurde dann wieder Baseball gespielt und den Fans richtig was geboten. Es ging hin und her, die Führung wechselte im Inning Takt und man kam dann irgendwann im Elften an, in dem Rockies Catcher Chris Iannetta einen Solo Homer zum 5-4 schlug, so dass die Astros also unbedingt in der zweiten Hälfte des Elften scoren mussten. Biggio startete mit seinem fünften Single die Rally und nach und nach lud man die Bases, so dass Carlos Lee mit zwei Outs an die Platte trat und das Stadion mit einem Walk-Off Grand Slam ins Right Field zum kochen brachte! Biggio darf sich jetzt Mr. 3000 nennen (ok, eigentlich Mr. 3002, aber wir wollen ja nicht so sein) und die Astros gewinnen das Spiel, was will man mehr an einem Tag?

Und für Biggio sollten die Tore zu den geheiligten Hallen in Cooperstown nun auch offenstehen, denn 3000 Hits kann man schwer draußen lassen…

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Thomas schlägt Nr. 500


Frank Thomas ist der 21. Spieler in der Geschichte der Major League Baseball, der 500 Home Runs geschlagen hat! Und mit seinem 500. Home Run sorgte er gestern sogar für zwei Jubiläen…

Die Toronto Blue Jays waren zu Gast im Metrodome in Minneapolis, MN, wo sie von den Twins erwartet wurden. Der Pitcher der Twins war Carlos Silva, der gleich im ersten Inning große Probleme bekam, denn nachdem Matt Stairs mit einem Single Alex Rios nach Hause brachte und mit ihm und Vernon Wells zwei Mann bei einem Out auf Base standen, trat Big Hurt an die Platte und schaffte seinen 500. Big Fly, der auf der Tribüne im Left Field landete.

Und es war nicht nur der 500. Home Run, der natürlich mit Standing Ovations und anerkennendem Jubel gefeiert wurde, nein, es gab da auch noch einen zweiten geschichtlichen Aspekt, den man erwähnen muss. Bei Sammys 600. Homer waren die Cubs der Gegner, bei Griffeys 583. fand es in seiner früheren sportlichen Heimat Seattle statt und bei Big Hurt war es zwar nicht Chicago, aber dafür das Team, gegen das er die meisten seiner Homers geschlagen hat, nämlich die Twins. Nr. 500 war zugleich Nummer 50 gegen das Team der Twin Cities, womit er exakt 10 % seiner Home Runs gegen diese Franchise erzielte – Timing ist eben alles!

Das Spiel gewannen aber die Twinkies mit 8-5, wobei Center Fielder Torii Hunter zwei Home Runs schlug, während Thomas zumindest noch einen weiteren Run reinschlug mit einem Double, wodurch er letztlich 2-4 ging mit vier Ribbies.

So und für die Hall of Fame Bewerbung von Thomas braucht es jetzt eigentlich nur noch einen Rücktritt (der aber hoffentlich noch länger auf sich warten lässt) und die darauffolgende fünfjährige Frist, denn mit 500 Home Runs, über 2000 Hits und einem Karriere Batting Avg. von über .300 ist man eigentlich ein sicherer Hall of Famer – ach ja, vergessen wir auch nicht seine zwei MVP-Titel und den Ring aus dem Jahr 2005…

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Donnerstag, 28. Juni 2007

Howard schnellster mit 100 Home Runs

Ryan Howard hatte einen sehr schlechten Saisonstart, der von einem DL-Aufenthalt gekrönt wurde, doch mittlerweile findet er seinen Schwung immer besser!

Gestern schlug er zum Beispiel einen Three-Run Shot gegen Cincinnatis Aaron Harang, den man getrost als Monster Home Run bezeichnen konnte, denn der Ball flog über 505 ft über die Mauer im Center Field. Es war ein beeindruckendes Bild und ganz nebenbei sorgte der letztjährige NL MVP damit sogar für ein Jubiläum und einen Rekord…

Es war sein 100. Home Run in der Major League und das in seinem 325. Spiel, womit er nun der schnellste ist in der Geschichte ist, der 100 Home Runs geschlagen hat. Er überbot damit den alten Rekordhalter Ralph Kiner, der das im Jahr 1948 schaffte, um 60 Spiele!

Übrigens, wenn man sich die Split Stats mal ansieht, fällt einem deutlich auf, dass Howard jetzt wieder da ist, denn während er im April und Mai noch um .223 geschlagen hat, liegt sein Batting Avg. im Juni bei .298 und er schlug in diesem Monat mit bisher neun Home Runs genauso viele wie in den ersten beiden Monaten zusammen!

Dienstag, 26. Juni 2007

Sabathia rockt weiter

Ich glaube so langsam müsste ich mal eine neue Serie aufmachen, die sich nur um C.C. Sabathia dreht, denn was der in diesem Jahr macht, ist schon großartig!

Gestern Nacht gegen die Oakland A's hat er schon wieder ein Complete Game gepitcht und dabei seinen 11. Win der Saison eingefahren, womit er zusammen mit Josh Beckett die AL (und die MLB) anführt. Wenn man nun die Frage stellt, wer denn bisher der Bessere ist, würde ich mit Sabathia gehen, denn der hatte bei weitem nicht so viel Run Support wie Beckett, was dessen Leistung nicht schmälern soll, aber die Red Sox sind eben ein besseres Team als die Indians, die aber dennoch dieses Jahr endlich mal wieder die Playoffs erreichen könnten, zumal Travis Hafner auch wieder den Weg aus dem Ballpark heraus gefunden hat, nachdem er bisher den ganzen Juni über nicht einen Homer geschlagen hatte. Am Ende stand es 5-2 und die Indians führen die Wild Card an, während sie nur ein Spiel hinter den Tigers in der AL Central zurückliegen.

Und wenn wir dann mal in die NL schauen, dann begegnen uns einige Pitcher, die in diesem Jahr entweder ihre Vorjahresleistung bestätigen, oder endlich wieder zu ihrer Form gefunden haben. Als erstes ist da sicher Brad Penny zu nennen, der im letzten Jahr schon sehr konstant gespielt hat, obwohl das kaum einem aufgefallen ist und das, obwohl er am Ende einen Record von 16-9 hatte. Doch jetzt kann man ihn eigentlich nicht mehr ignorieren, denn seit dem Sieg der Dodgers gestern Nacht in Arizona steht er bei 10-1 mit einem 2.04 ERA, mit dem er so ganz nebenbei die National League anführt…

Und dann wären da noch Ben Sheets von den Milwaukee Brewers, der mit 9-2 und einem 3.09 ERA ebenfalls super in die Saison gestartet ist und Jake Peavy, zu dem ich gleich komme. Sheets gehört ja zu den besten Power Pitchers im Baseball, doch konnte er das lange Zeit nicht zeigen, da er eigentlich immer verletzt war in den letzten Jahren, jetzt ist er aber gesund und deshalb kann man ihn auch wieder als das legitime Pitching Ace der Brew Crew bezeichnen, die ja drauf und dran ist, die Postseason zu erreichen, zumal sie mit Prince Fielder und J.J. Hardy zwei mögliche MVP-Kandidaten in ihren Reihen haben und zudem in einer eher schwachen Division spielen.

Zum Schluss schauen wir noch auf Jake Peavy, der wohl der erste Anwärter auf den Start im All Star Game am 10. Juli in San Francisco, CA ist, wenn die Gerüchte stimmen. Demnach tendiert Tony LaRussa dazu, dem Padres Ace diese Ehre zu Teil werden zu lassen. Penny wäre der andere Kandidat, doch der startete ja schon im letzten Jahr, so dass jetzt eigentlich Peavy dran wäre mit seinem 9-2 Record, seinen 113 Strikeouts (1. In der NL) und dem 2.14 ERA, der der drittbeste in der NL ist. Für Peavy gilt im Übrigen das Gleiche wie für Sheets, auch er war länger verletzt und ging im letzten Jahr 11-14, was aber hauptsächlich der mangelnden Offense zuzuschreiben ist.

Mehr zum All Star Game gibt es dann im Laufe der nächsten Tage hier im Blog sobald die Starter feststehen. Davor noch der Aufruf an alle, doch bitte auf MLB.com zu gehen und abzustimmen, denn es sind noch ein paar Plätze vakant, so z. B. der des dritten Outfielders der National League…

Montag, 25. Juni 2007

Griffey überholt Big Mac

Vor der Saison hätte ich es nicht für möglich gehalten, dass Ken Griffey, jr. wirklich schon in dieser Saison die 600 Home Runs erreichen würde, doch danach sieht es aus! Gestern schaffte er erstmal einen weiteren Meilenstein auf dem Weg dahin und schlug seine Home Runs 583 und 584, womit er zunächst mit dem ehemaligen Home Run King Mark McGwire gleichzog und ihn dann sogar überholte auf der All Time Home Run Liste. Er steht nun auf Platz sieben nur zwei Shots hinter Frank Robinson. Und einen besseren Ort hätte sich Griffey dafür gar nicht aussuchen können…

Das Ganze passierte nämlich im Safeco Field in Seattle, WA, also in dem Ballpark, den er mit seinen Leistungen quasi erst möglich machte! Für alle, die nicht so firm sind mit Griffeys Karriere sei gesagt, dass er von den Mariners gedraftet wurde und auch hier seine ersten elf Jahre in der Major League verbrachte und dabei einen mehr als nur bleibenden Eindruck hinterließ! Er war lange auf dem Weg zum All Time Home Rekord bis er sich dann eine Verletzung nach der anderen zuzog und dadurch diesen Traum wohl begraben muss – aber 600 Home Runs sind natürlich zum greifen nahe und das ist ja auch keine schlechte Hausnummer!

Der Pitcher war Miguel Batista und Junior schlug zunächst im ersten Inning einen Ball über die Mauer im Left Field und dann im fünften Inning auf die Tribüne im Right Field. All das reichte aber dennoch nicht, denn letztlich gewannen die Mariners mit 3-2, doch die Freude über die Homers ihres ehemaligen Stars war natürlich mindestens genauso groß wie die über den Sieg der "Ms".

Sonntag, 24. Juni 2007

Bobby Cox hat den Rekord!

Nachdem wir nun fast zwei Wochen warten mussten, hat Atlanta Braves Manager Bobby Cox endlich ein Einsehen gehabt und stellte den All Time Major League Ejections Rekord mit 131 ein.

Es war im neunten Inning des Spiels Tigers gegen Braves, ein Spiel, das wieder einmal Justin Verlander dominierte (7 IP, 4 H, 1 ER, 2 BB, 11 K), als Brian McCann einen zumindest fragwürdigen dritten Strike bekam. Home Plate Umpire Chad Fairchild diskutierte erst lautstark mit dem Catcher und verwies ihn dann des Feldes, während Bobby Cox gerade aus dem Dugout eilte und versuchte, genau das beim Stand von 2-1 zu verhindern, doch er kam zu spät und wo er schon mal da war, gab er dann auch gleich noch seine Meinung zu der Aktion zum besten und wurde ebenfalls "ejected" und zwar zum 131. Mal in seiner Manager Karriere!

Damit liegt er jetzt zusammen mit Hall of Famer John McGraw auf Platz eins der All Time Liste, allerdings nur bei den gesamten Ejections, denn den Manager Rekord hat Cox schon länger, da McGraw 14 mal als Spieler vorzeitig duschen geschickt wurde.

Ich weiß zwar nicht, ob das nun etwas ist, auf das man sonderlich stolz sein sollte, aber es zeigt, wie lange Bobby Cox nun schon im Geschäft ist und das kann man nur schaffen, wenn man sehr gut und erfolgreich arbeitet und das trifft definitiv auf ihn zu!

Samstag, 23. Juni 2007

Bonds mit 749, doch Yanks gewinnen

Die Giants begrüßten zum ersten Mal seit Spiel sieben der World Series 1962 die New York Yankees in San Francisco und diese versuchten, ihre aktuelle Niederlagenserie (Sweep bei den Rockies) zu beenden.

Die Giants schickten Matt Cain ins Rennen, der immer gut gepitcht hat, jedoch nie Run Support bekam und bei den Yankees startete Kei Igawa, nachdem er in den Minors hart an seiner Delivery arbeitete und nun bereit sein soll. Cain pitchte fünf Innings und gab dabei fünf Runs ab, während Igawa nur 4 2/3 Innings durchhielt, aber zumindest fünf Strikeouts erreichte, darunter eines gegen Barry Bonds – allerdings auch einen Walk gegen den Giants Slugger bei Bases Loaded, was seinen Tag mit zwei Earned Runs beendete.

Die Yankees gewannen letztlich mit 7-3 und Barry Bonds hatte im achten Inning doch noch seinen großen Auftritt gegen Scott Proctor. Zunächst erarbeitete sich Barry einen Full Count und dann hämmerte er einen 96 MPH Fastball ins Center Field, also den tiefsten Teil des Outfields zum zwischenzeitlichen 6-3. Es war sein 749. Home Run und sein erster im ersten At-Bat gegen Proctor, womit der Nr. 442 auf Bonds Liste ist – noch sechs bis zu Hank Aaron und sieben bis zum neuen Rekord!

Star des Tages war aber eindeutig Alex Rodriguez, der 4-4 (ein Double) ging mit zwei RBI, einem Walk und einem Run, wodurch er nun 75 RBI in der Saison hat. Das zweite Spiel der Serie gibt es dann heute Abend ab ca. 22:00 Uhr live auf NASN mit den Startern Chien-Ming Wang (7-4, 3.33 ERA) und Matt Morris (7-4, 3.21 ERA).

Donnerstag, 21. Juni 2007

Sammy betritt 600 HR Club

Nun ist es also soweit, der zweite Milestone der Saison ist erreicht! Sammy Sosa ist der fünfte Spieler in der Geschichte der Major League Baseball, der mind. 600 Home Runs geschlagen hat!

Und es hätte dafür keinen besseren Moment geben können als gestern Nacht, denn es fand im Rangers Ballpark in Arlington, TX statt, wodurch sein Timing für das aktuelle Team schon einmal perfekt war und dann hieß der Gegner auch noch Chicago Cubs, das Team, für das er mehr als 500 Home Runs geschlagen hat und mit dem er zum großen Star wurde. Im Trikot der Cubs schaffte er es auch als einziger Spieler überhaupt, in drei Saisons mehr als 60 Home Runs zu schlagen mit der Bestmarke 66 im Jahr 1998, als er auch MVP der National League wurde. Und um das Ganze noch abzurunden war der Pitcher, der diesen Milestone Shot abgab Jason Marquis und der trägt die 21, Sosas alte Nummer bei den Cubs, die natürlich, sollte Sammy nach Cooperstown kommen, eines Tages "retired" wird im Wrigley Field!

Die Texas Rangers gewannen das Spiel letztlich mit 7-3 und Sammy wurde frenetisch gefeiert. Der 600 Home Run Club besteht nun also aus Hank Aaron (755 HR), Barry Bonds (748), Babe Ruth (714), Willie Mays (660) und eben Sammy Sosa (600).

(Das verwendete Bildmaterial unterliegt dem Copyright von ESPN.com)

Mittwoch, 20. Juni 2007

Barrett zu den Padres

Die Chicago Cubs einigten sich mit den San Diego Padres auf einen Deal, der Catcher Michael Barrett nach Kalifornien schickt und im Gegenzug bekommen die Cubbies Catcher Rob Bowen und Minor League Outfielder Kyler Burke sowie Cash. Der Grund für diesen Schritt ist sicherlich die heftige Auseinandersetzung und das dadurch angespannte Verhältnis zwischen Barrett und Pitcher Carlos Zambrano.

Ich denke, diese Meldung kann man getrost als ersten Hammer Deal der Saison bezeichnen, denn wer hätte denn ernsthaft damit gerechnet, dass die Chicago Cubs sich von ihrem Silver Slugger Catcher Michael Barrett trennen würden und dann auch noch quasi für nichts! Bowen ist nichts weiter als ein Backup und Burke ist ein Prospect. Der Sieger dieses Trades ist also eindeutig in San Diego zu finden, die nun endlich einen adäquaten Ersatz für den jetzigen DH der A's, Mike Piazza, gefunden haben. Spannend bleibt jetzt nur noch, wer der neue Starter bei den Cubbies wird, denn auch Henry Blanco zeigt hin und wieder, dass er einen ganz guten Schläger schwingt…

Johnson mit erneutem Bandscheibenvorfall

Wir alle wussten, dass es ein gewisses Risiko gab, als Randy Johnson zu den Arizona Diamondbacks getradet wurde und gleichzeitig einen neuen Zweijahresvertrag unterschrieb. Er ist nicht mehr der Jüngste und nach seinen Bandscheinbenproblemen im letzten Jahr, die durch eine Operation behoben wurden, bestand zumindest das Risiko, dass wieder etwas passieren könnte mit seinem Rücken, nachdem er sich ja schon zum zweiten Mal an der Bandscheibe operieren lassen musste.

Und nun ist genau das eingetreten - Randy Johnson hat wieder einen Bandscheibenvorfall erlitten und zwar an der selben Stelle, die Dr. Robert Watkins in der Offseason in LA repariert hatte. Dies ergab eine Untersuchung bei eben diesem, jedoch hält es Watkins vorerst für möglich, das der Lefty weiter pitcht. Zumindest ist das der momentane Stand und bevor er Mittwoch nicht seine Bullpen Session absolviert, wird man auch nichts weiteres erfahren. Er steht derzeit auf der 15-Day DL, bereitet sich aber dennoch auf seinen nächsten Start vor.

Die gute Nachricht ist, dass er auch im letzten Jahr in der Lage war, trotz der Verletzung zu pitchen, doch wir alle kennen seine Statistik aus der letzten Saison und bis auf die Wins, die auch aufgrund der Yankee Offense so zahlreich vertreten sind, war da nicht viel Überzeugendes und das sollte den D-Backs zu denken geben, denn ihre Offense ist nicht gerade ein Power House oder irgendetwas in der Nähe davon!

Dienstag, 19. Juni 2007

Wang erreicht nächstes Level

Was wusste man vor der Saison vom Yankee Ace Chien-Ming Wang? Na ja, neben der Tatsache, dass er aus Taiwan kommt und ein Sinker Baller ist, nicht sonderlich viel. Ich will jetzt auch gar nicht weiter auf seinen Background eingehen, denn hier geht es ja um Baseball, aber zu seinen Qualitäten als Pitcher gibt es einiges zu sagen!

Wie gesagt, er ist ein mittlerweile ligaweit gefürchteter Sinker Ball Pitcher, der mit dieser Art zu pitchen in der letzten Saison 19 Wins einfahren konnte, womit er zusammen mit Johan Santana die Major Leagues anführte und hinter dem Venezuealaner sogar auf Platz zwei der Cy Young Wahl landete. Doch in dieser Saison hatte er leichte Probleme, wohl auch, weil er zunächst mit einer "Hamstring"-Verletzung auf die DL musste und somit wichtige Wochen verpasste. Doch ein weiteres Problem war, dass sich die Teams nun doch gewissermaßen auf seine Pitches eingestellt hatten. Bestes Beispiel dafür war sein erstes Spiel in diesem Jahr gegen die Boston Red Sox, als er in sechs Innings vier Runs abgab und darunter zwei Home Runs, wofür er den Loss kassierte.

Das war so etwas wie der Wendepunkt, denn von da an arbeitete er daran, neben dem Sinker und dem gelegentlich eingestreuten Straight Fastball, weitere Pitches zu etablieren, um weniger ausrechenbar zu werden. Deutlich wurde das in seinem zweiten Outing gegen Boston, wo er deutlich häufiger seinen Slider warf, was für Irritationen führte beim Gegner. Das Ergebnis waren dieses Mal nur zwei Runs in 6 1/3 Innings und einem Win! Das war aber nur der Anfang, denn von Start zu Start verbesserte er seine Sekundär Pitches und den bisherigen Höhepunkt dieser neuen Philosophie des 27-jährigen Rechtshänders stellt sicherlich seine Performance am letzten Sonntag im Rahmen den Sunday Night Games gegen die New York Mets dar!

Davor ging er vermehrt tiefer in die Spiele und pitchte mind. sieben Innings pro Start, so auch am Sonntag, wo er sogar 8 2/3 Innings durchhielt. Doch das war nicht das Besondere an diesem Start, sondern vielmehr die Art und Weise, wie er den Mets gegenübertrat. Er warf seinen Sinker, seinen 4-Seam-Fastball, der bis zu 96 MPH erreicht, dann seinen Slider, mit dem er einige Strikeouts erzielte und natürlich seinen Change Up, mit dem er Jose Reyes zu einem brutalen "Swing and a Miss" zwang, bei dem der Shortstop sogar zu Boden ging, weil er so extrem vorbeigeschwungen hatte. Und überhaupt strikte er zehn Mets aus, darunter Carlos Delgado dreimal (er holte sich dann gegen Mike Myers zum Ende des Spiel noch die Nr. vier ab...). Sein bisheriger Rekord waren sechs "Ks" in einem Spiel und nun waren es gleich zehn! Also wenn er so weiter macht, dann wird er demnächst zu einem der großen Stars in der Liga aufsteigen, denn er wird eigentlich von Spiel zu Spiel besser und ist mit 27 natürlich in einem idealen Alter für Topleistungen! Und in Anlehnung an "Louisiana Lightning", dem Spitznamen von Pitching Coach Ron Guidry, taufte ihn ESPN-Kommentator Jon Miller direkt mal "Taiwan Lightning", mal sehen, ob dieser Name Schule macht...

News Round Up

Figgins mit sechs Hits

Angels Allrounder Chone Figgins hatte einen katastrophalen Saisonstart, doch jetzt ist er offiziell wieder auf dem Dampfer! Beweis gefällig? Im Spiel gegen die Houston Astros in der letzten Nacht ging er 6-6 mit drei RBI und einem Run. Darunter waren ein Double und ein Triple! Diese sechs Hits sind natürlich Saisonrekord in einem Spiel. Und überhaupt war diese Partie kurios, denn eigentlich führten die Astros nach 6 1/2 Innings schon mit 9-4, doch die Angels schafften in der zweiten Hälfte des Siebten fünf Runs und konnten somit ausgleichen. Im neunten Inning gewannen sie das Spiel dann auf einen Walk-Off Hit von (natürlich) Chone Figgins!

Lee und Young für fünf Spiele gesperrt

Sowohl Cubs First Baseman Derrek Lee, als auch Padres Pitcher Chris Young wurden von der MLB für jeweils fünf Spiele gesperrt, nachdem sie sich letzte Woche eine beinahe Schlägerei geliefert und damit die Bänke geleert hatten. Beide Teams hatten am Montag einen Offday, so dass noch keine Entscheidung darüber bekannt ist, ob sie gegen die jeweiligen Strafen Berufung einlegen werden, allerdings ist dies in solchen Fällen eigentlich üblich...

Kenny Rogers gibt Saisondebüt am Freitag

Detroit Tigers Lefty Kenny Rogers ist nun endlich bereit, die Saison auf dem Mound zu beginnen. Der 42-jährige musste zu Saisonbeginn auf die DL, nachdem man ihm ein Blutgerinsel in der linken Schulter operativ entfernen musste. Bei diesem Eingriff wurden zudem einige Arterien repariert.
Rogers absolvierte zwei Rehab-Starts in den Minors und wird nun am Freitag gegen die Atlanta Braves im heimischen Comerica Park sein Saisondebüt geben.

Montag, 18. Juni 2007

Perlozzo in Baltimore entlassen

Die Baltimore Orioles haben nun also die Konsequenzen aus der sportlichen Misere gezogen und ihren Manager Sam Perlozzo entlassen. Er übernahm den Job im Jahr 2005, nachdem Lee Mazilli ebenfalls gehen musste und nun ist er ebenfalls nicht mehr im Amt. Sein Nachfolger steht noch nicht fest, so dass der bisherige Bench Coach Dave Trembley erstmal als Interimslösung fungieren wird. Als erster Ansprechpartner gilt laut ESPNs Buster Olney der ehemalige Florida Marlins Manager Joe Girardi, der zurzeit als Experte für FOX und das YES Network arbeitet. Jedoch war der vor der Saison nicht gerade scharf auf einen Manager Posten und lehnte das Angebot der Washington Nationals ab. Ende offen!

Nun muss man sich fragen, ob diese Entlassung für Perlozzo wirklich eine Enttäuschung und nicht eher eine Erlösung ist, denn ich kann nicht wirklich nachvollziehen, warum man den Manager hier als Sündenbock darstellt, denn die Mannschaft hat die sportliche Leitung zusammengestellt, nicht der Manager! Man hat jetzt wohl auch mit Andy MacPhail einen neuen COO verpflichtet, doch kurzfristig wird man damit nichts ändern, denn die Protagonisten auf dem Feld sind die gleichen! Aber wer weiß, wenn man wirklich einen Mann wie Girardi bekommen kann, der auch die nötige Zeit bekommt, eine Mannschaft zu formen, dann könnte man irgendwann wieder besseren Zeiten entgegensehen in Maryland! Doch in dieser Saison wird man in jedem Fall erstmal den Franchise Rekord von neun "Losing Seasons" in Folge auf zehn ausbauen!

Bonds homert in Fenway, Fielder im Park

Bonds schlägt Nr. 748

Zunächst befassen wir uns mit dem Home Run Rekord, dem Barry Bonds langsam aber sicher immer näher kommt. Das Thema des Wochenendes war natürlich Barry Bonds erster Auftritt im legendären Fenway Park in Boston, MA und alle wollten natürlich wissen, ob er es auch hier schaffen würde, einen Home Run zu schlagen und gestern wurde diese Frage dann mit einem klaren ja beantwortet!

Nachdem man ihm am Freitag noch einen Homer über den Pesky Pole im Right Field verweigerte, was höchst fragwürdig war, ließ er gestern gegen Tim Wakefield, seinem ehemaligen Teamkollegen bei den Pittsburgh Pirates, keinen Zweifel. Vor dem Spiel war er 0-8 gegen den Knuckleballer, doch direkt im ersten At-Bat gelang ihm ein Single ins Right Field, im zweiten ein Flyout ins tiefe Center Field und bei seinem dritten Auftritt an der Platte war es endlich soweit: Bonds schlug den Ball tief ins Right Field in den Giants Bullpen. Das Spiel gewannen aber die Red Sox mit 8-5, womit sie gegen die Giants einen Sweep erreichten.

Für Barry war es der 748. Home Run in der Karriere und der 14. der Saison. Tim Wakefield ist der 441. Pitcher, der einen Long Ball gegen ihn abgab und Fenway Park der 36. Ballpark, der einen Home Run von Bonds gesehen hat.

Fielder mit Inside-the-Park-Home-Run

Und jetzt blicken wir noch auf das Spiel der Milwaukee Brewers bei den Minnesota Twins, in dem es insgesamt sechs Home Runs zu bestaunen gab, fünf davon auf Seiten der Gäste. Der kurioseste davon war aber sicher der von First Baseman Prince Fielder, der gegen Closer Joe Nathan einen Ball hoch ins Center Field schlug im Metrodome, der ja als Dachmaterial diese weiße Teflonbeschichtung hat und Torii Hunter war nicht im Spiel, da er sich bei einem Hit by Pitch im ersten Inning am Handgelenk verletzt hatte…

Lew Ford war also der Center Fielder und der konnte den weißen Ball auf weißem Grund einfach nicht sehen und er fiel letztlich weit neben ihm zu Boden. Fielders Reaktion darauf war richtig cool! Er wusste, dass es ein einfacher Pop Up war und er wohl sicher ausgemacht würde, so dass er nur zur ersten Base joggte. Doch dann sah er, dass Ford Probleme bekam und ging ab wie Schmitz Katze – ich habe noch nie einen Spieler mit seiner Statur so schnell die Bases umrunden sehen! Letztlich kam er kurz vor dem Ball an der Home Plate an und hatte seinen ersten Inside-the-Park Home Run geschlagen und damit seinen 25. insgesamt.

Die Brew Crew schaffte eine Rallye und konnte gegen Nathan zum 8-8 ausgleichen, so dass die Twins im neunten Inning noch einmal an die Platte mussten und damit kommen wir zum wichtigsten Home Run, nämlich dem von Justin Morneau, der gegen Spurling einen Walk-Off Home Run gegen die Wand im Right Field schlug, so dass die Twins doch noch zu ihrem Sieg kamen.

Sonntag, 17. Juni 2007

Zambrano verliert Two-Hitter, Lee die Nerven

Man stelle sich vor, es gibt eine Schlägerei in einem Spiel der Chicago Cubs und Carlos Zambrano ist nicht direkt beteiligt. Unvorstellbar? Ja, doch passiert ist es trotzdem! Doch gehen wir chronologisch vor!

Das Spiel der San Diego Padres und Cubs begann mit einem Pitcher Duell, denn weder Zambrano noch Chris Young gaben in den ersten drei Innings Hits ab, doch dann traf Young First Baseman Derrek Lee an der Schulter. Dieser ging zu Boden, stand langsam wieder auf und ging letztlich Richtung erster Base, doch da kam er nie an, denn Young war der Ansicht, er müsse erst noch ein paar Worte mit Lee wechseln, woraufhin dieser einen rechten Haken auspackte. Young schlug zurück und wir hatten ein sog. "Benches clearing Incident", alle stürmten aufeinander zu und Cubs Manager Lou Piniella versuchte, als Schlichter dazwischen zu gehen – ich gebe zu, allein die Vorstellung, dass er einen kühlen Kopf behielt, ist schon irgendwo witzig – doch letztlich ging auch er zu Boden, als eine große Menschentraube entstand. Doch schon kurz danach waren alle wieder ruhig, Lee und Young wurden ejected und das Spiel ging weiter – ach ja, Zambrano war auch peripher beteiligt und verlor dabei seinen Gürtel, doch er durfte weiter machen.

Und das war auch gut so, denn er trug einen No-Hitter bis ins achte Inning, doch dann kam Russel Branyan und schlug einen Solo Home Run, der letztlich das Spiel entschied, denn auch die Padres Pitcher, die nach Young kamen, ließen kaum etwas zu und hatten am Ende ebenfalls nur zwei Hits zugelassen. Die Padres gewannen also 1-0 in einem Spiel, in dem es nur vier Hits insgesamt gab – zumindest, wenn man nur vom sportlichen ausgeht…

Mittwoch, 13. Juni 2007

Verlander pitcht No-No gegen Brew Crew



Nach Jahren des Wartens auf einen No-No, konnten wir letzte Nacht schon den zweiten in dieser Saison erleben! Diesmal war Detroit Tigers Justin Verlander unhittable und das schon in seiner zweiten vollen Saison!

Die Detroit Tigers empfingen die Milwaukee Brewers, eines der besten Teams der bisherigen Saison in der National League, nicht umsonst stehen sie schließlich an der Spitze der NL Central! Und auf dem Mound stand kein geringerer als Jeff Suppan, der im letzten Oktober noch mit den St. Louis Cardinals gegen die Tigers den größten Erfolg seiner Karriere feiern durfte, den Gewinn der World Series! Doch diese Geschichte wurde zur Nebensache, denn obwohl auch Suppan gut gepitcht hat, waren natürlich alle Augen nur auf die Nr. 35 der Gastgeber gerichtet.

Verlander trat extrem dominant auf und ließ kaum einen gefährlichen Schlag zu, brauchte somit erst im siebten Inning ein klein wenig spektakuläre Hilfe seiner Defense. Brewers Right Fielder Corey Hart schlug bei einem Out einen Line Drive ins Right Field, den Magglio Ordonez nur mit einem Slide fangen konnte und damit den No-No am laufen hielt. Im achten Inning dann war es Neifi Perez, der mit einem Wahnsinns Play DH Gabe Gross nicht nur einen Hit klaute, sondern auch noch ein Double Play einleitete, dass das achte Inning beendete. Gross schlug einen Grounder genau in die Richtung vom Shortstop, der stürzte sich auf den Ball, stolperte und flippte den Ball dann rückwärts zu Polanco, der das DP perfekt machte - schaut euch die Highlights an!

Ansonsten war alles Routine und Verlander, der am Ende nur vier Walks erlaubte (drei für Hall) und 12 Strikeouts servierte. Die Tigers gewannen 4-0 und es war der erste Major League No Hitter seit dem 18. April diesen Jahres, als Mark Buehrle von den White Sox die Texas Rangers dominierte. Für die White Sox ist es der erste No-No seit Jack Morris gegen die White Sox am 7. April 1984 und da war Verlander gerade ein Jahr alt! Der Righty ist außerdem der erste Tiger seit 1952, der einen No Hitter in Detroit gepitcht hat - damals war es Virgil Trucks im alten Briggs Stadium (späters Tiger Stadium) gegen Washington.

Herzlichen Glückwunsch an Justin Verlander für diese Vorstellung und danke, dass wir weiterhin No Hitter sehen dürfen, obwohl viele Stimmen laut werden, die meinen, No-Nos gehören der Vergangenheit an, weil man nicht mehr über die volle Distanz pitchen sollte, doch offenbar sind dazu doch noch einige in der Lage!

(Das verwendete Bildmaterial unterliegt dem Copyright von ESPN.com)

Dienstag, 12. Juni 2007

Zambrano besiegt die Astros

Cubs Ace Pitcher Carlos Zambrano sagte vor ein paar Wochen in einem Interview, dass er in jedem Fall lieber in der National League bleiben wolle, sollte er die Cubs nach dieser Saison verlassen. Seine Begründung dafür ist recht einleuchtend: Ihm gefällt es sehr, auch selbst an die Platte treten zu dürfen und warum dem so ist, zeigte er gestern Nacht gegen die Houston Astros.

Zunächst ging er seiner normalen Tätigkeit nach und pitchte acht großartige Innings, in denen er nur vier Hits zuließ und keinen Earned Run bei acht Punchouts. Den einen Run, den die 'Stros dennoch erzielten, hatten sie einem Throwing Error von Rookie Second Baseman Mike Fontenot im achten Inning zu verdanken, der damit den Shutout zerstörte. Das neunte Inning erledigte dann Ryan Dempster, der zur Abwechslung mal wieder einen Save einfuhr.

Den entscheidenden Run in diesem 2-1 Sieg besorgte Zambrano selbst im dritten Inning, als er einen Home Run gegen Woody Williams schlug und sich damit seinen eigenen Win nachdrücklich verdiente. Es war sein zweiter Long Ball der Saison und sogar der 12. in seiner Karriere, womit eindeutig geklärt ist, dass dieser Pitcher in die NL gehört!

Bonds endlich mit Nr. 747

Genau 13 Spiele hat es gedauert, doch nun ist es Barry Bonds endlich wieder gelungen, den Ball aus dem Stadion zu befördern!

Gestern Nacht empfingen die Giants die Toronto Blue Jays und Barry Bonds begrüßte diese mit einem Two-Run Home Run im vierten Inning gegen Josh Towers über den Zaun im Center Field. Die Giants gewannen das Spiel letztlich 4-3 und Matt Morris pitchte schon zum dritten Mal in dieser Saison ein Complete Game!

Es war Barrys 13. Long Ball der Saison und sein insgesamt 747. Es fehlen ihm also noch acht bis zur Egalisierung des Rekordes und neun, um an Hank Aaron vorbeizuziehen.

Montag, 11. Juni 2007

Big Unit gewinnt Duell gegen Dice-K

Am Sonntag trafen zwei Welten aufeinander: Auf der einen Seite ein relativ junger japanischer Star, der es in der MLB erst noch beweisen muss und auf der anderen Seite der wohl beste Lefty aller Zeiten und beide begaben sich auf den Mound im Chase Field in Phoenix, AZ um sich ein großes Duell zu liefern.

Das Ganze wurde möglich durch die zurzeit laufende Interleague Phase, in der AL auf NL trifft und normalerweise gewinnen die AL Teams diese Matchups, doch es muss ja nicht immer so sein...

Die Red Sox hatten die ersten beiden Spiele der Serie gewonnen und so war Daisuke Matsuzakas Aufgabe natürlich klar, nämlich den Sweep zu ermöglichen! Randy Johnson hingegen musste die Blutung stoppen, zumal man in der nächsten Wochen im Yankee Stadium gegen "red hot" Yankees antreten muss. Und dem Anlass entsprechend präsentierte sich "The Big Unit" auch kampfeslustig und sorgte für ein "K" nach dem anderen. Doch während er hauptsächlich auf seinen Fastball, Slider und gelegentlich auch Splitter vertraute, warf "Dice-K" wie immer alles Mögliche - der Erfolg war letztlich fast identisch: beide pitchten sechs Innings und sammelten je neun Strikeouts!

Der Unterschied war aber, dass der große Lefty nur einen Earned Run zuließ, während die D-Backs den kleinen Japaner zweimal überwinden konnten! Doch letztlich wurde der 5-1 Sieg der Snakes im achten Inning besiegelt, als die Red Sox mit zwei Errors das Spiel buchstäblich wegwarfen: Erst war es Mike Timlin, der überhastet einen Ball über den First Baseman warf und dann noch Jason Varitek, der beim Versuch, einen Base Stealer zu stoppen, den Ball ins Center Field feuerte. Die Gastgeber erzielten drei Runs und gaben diesen Vorsprung dann nicht mehr ab.

Das Highlight des Tages war aber das At-Bat von Manny Ramirez im fünften Inning gegen Johnson. Nach zwei Walks und einem Count von 3-0, warf RJ einen Fastball an die Innenkante zum 3-1, dann zwang er Manny mit einem Splitter "down" zum Schwung - laut D-Backs Kommentatoren war das der beste Splitter des Jahres von Randy! Und mit dem gleichen Pitch, dieses Mal an der Außenkante, strikte er Manny dann sogar aus für sein neuntes Strikeout des Tages!

Und das führt uns zur Erkenntnis, dass nicht unbedingt die National League Hitter für den Formanstieg von Johnson verantwortlich sind, sondern vielmehr die Tatsache, dass seine Rückenprobleme beseitigt sind! Die OP in der Offseason war erfolgreich und Randy ist wieder offiziell er selbst! Er kommt zwar mit seinem Fastball nicht mehr in den "High 90s" Bereich und mit seinem Slider in die "Low 90s", aber "Mid 90s" und "Mid 80s" sollten auch reichen, wenn die Location stimmt und der Slider wieder richtig beißt - beides trifft zu! Und ganz nebenbei war es der 284. Win seiner Karriere, so dass er sicherlich im nächsten Jahr die 300 erreichen wird, das Ticket nach Cooperstown hat er aber jetzt schon!

Samstag, 9. Juni 2007

Rocket Launch geglückt!

Welcome Back, Rocket!



Roger Clemens ist offiziell wieder da und er zeigte uns heute, dass er nichts verlernt hat! Gegner waren die Pittsburgh Pirates und ich denke, dass es ganz gut war, dass er gegen ein National League Team beginnt, denn in dieser spielte er ja die letzten drei Jahre, genau genommen in der NL Central, aus der ja auch die Pirates kommen...

Rocket begann den Tag wie immer mit einem Ausflug in den Monument Park hinter dem Center Field und berührte die Stirn auf der Plakette von Babe Ruth, wie er das in früheren Tagen immer getan hat. Das Spiel begann er dann mit einem Single gegen Jose Bautista, um dann Freddy Sanchez zu einem Fly Out ins Center Field zu zwingen. Durch einen Wild Pitch kam Bautista dann in Scoring Position. Jason Bay war dann sein erstes Strikeout Opfer. Ein Single von LaRoche brachte dann den ersten Run für die Pirates und durch seinen zweiten "K" gegen Nady beendete Roger dann das erste Inning.

Bis zum vierten Inning war er dann ziemlich gut drauf, doch dann ließ er zwei Runs zu, die das Spiel zwischenzeitlich ausglichen, nachdem die Yankees 3-1 in Führung gingen. Da merkte man, dass er doch ein wenig pumpen musste, was normal ist, zumal sein letzter Start fast zwei Wochen zurück liegt. Doch er erholte sich und ließ von da an nichts mehr zu. Er beendete dann sein Outing nach sechs Innings und mit einer Führung, die die Yankees weiter ausbauen konnten und letztlich mit 9-3 nach Hause brachten.

Roger Clemens gewinnt also sein erstes Spiel der Saison und hielt sechs Innings durch, in denen er 108 Pitches warf, fünf Hits und einen Walk erlaubte und ganz nebenbei sieben Strikeouts ansammelte. In Fachkreisen nennt man sowas einen Quality Start und nicht mehr, aber auch nicht weniger, durfte man von Rocket erwarten! Er warf alle seine Pitches, also den 4-Seamer, den 2-Seamer, Slider und Splitter, wobei letzterer sicherlich am effektivsten war. Der ehemalige Pitcher und Experte von YES, Al Leiter, äußerte im Übrigen den Eindruck, dass Roger eher zurückhaltend pitchte und nicht die volle Power gab, was wohl als eine Art Vorsichtsmaßnahme anzusehen ist wegen seiner Leistenprobleme. Allerdings hielt ihn das nicht davon ab, sehr gut zu pitchen!

Rocket hat jetzt 349 Wins und ich denke, alle sind froh, dass er wieder da ist! Mit ihm hat man nun vier etablierte Pitcher in der Rotation, die allesamt jeden Tag gute Outings hinlegen können und Tyler Clippard, der morgen startet, sollte man auch nicht vergessen, denn er ist auch schon 3-1 und macht einen guten Job. Wer weiß, vielleicht hat die Saison der Yankees mit dem Rocket Launch jetzt erst richtig begonnen. Es war zumindest mal der fünfte Sieg in Serie - möge es noch viele mehr geben!

(Das verwendete Bildmaterial unterliegt dem Copyright von CBS SportsLine.com)

Countdown für Rocket Launch

"Now Pitching, Roger Clemens, Number 22", diese Worte wird Stadionsprecher Bob Sheppard, "The Voice of God", heute Abend gegen 19:00 Uhr unserer Zeit im Yankee Stadium sprechen und die ca. 56.000 Zuschauer werden aus dem Häuschen sein, wenn Rocket den Mound betritt.

Ja, es ist soweit, Roger Clemens wird heute Abend sein Major League Debüt für diese Saison geben, nachdem dies ja eigentlich schon für letzten Montag angesetzt war, doch nun ist er bereit und ganz Amiland wird sicher genau hinschauen! Einen Gegner gibt es auch noch, es sind die Pittsburgh Pirates, die den Yankees gestern schon einen heißen Tanz geliefert haben. Und der Moment könnte nicht besser sein, denn die Yanks haben vier Spiele in Folge gewonnen und in diesen vier Spielen waren gerade die Starter mehr als überzeugend, insofern ist es natürlich Ehrensache für den stolzen Texaner, diese Serie mit einem starken Outing fortzusetzen!

Nach Auskunft von Joe Torre wird es keinen Pitch Count geben, jedoch munkelt man, dass man nicht weit über 90 Pitches gehen will, denn es ist schließlich sein erster Start und es sollen noch viele Folgen!

Wünschen wir Rocket also viel Glück für heute und den Rest der Saison!

PS: NASN überträgt dieses Spiel leider nicht live, aber immerhin morgen Vormittag ab 10:00 Uhr "As-Live", also als Aufzeichnung in voller Länge!

Troy Percival versucht ein Comeback

Der langjährige Closer der Anaheim Angels, Troy Percival, einigte sich mit den St. Louis Cardinals auf einen Minor League Deal und wird bei Triple-A Memphis versuchen, wieder in Form zu kommen.

Er beendete im letzten Jahr in Diesten der Detroit Tigers seine Karriere, nachdem er eine komplizierte Unterarmverletzung erlitt. Doch nun fühlt er sich offenbar wieder bereit, doch noch einmal einen Major League Mount zu betreten.

Er verbrachte fast seine gesamte Karriere bei den Angels, für die er u. a. Spiel sieben der 2002 World Series gegen die San Francisco Giants mit einem Save beendete und damit den Titel sicherte. Er hat bisher 324 Saves auf dem Konto und wäre, sollte er es schaffen, wohl eine Bereicherung für den Bullpen der Cardinals.

Soriano für drei, Drew mit sieben

Zwei Veterans hatten gestern ganz große Auftritte, nämlich Alfonso Soriano von den Chicago Cubs und J.D. Drew von den Boston Red Sox.

Soriano mit drei Home Runs

Die Cubbies waren zu Gast im Turner Field von Atlanta, GA und erwiesen sich als unangenehme Gäste! Allen voran natürlich Outfielder Alfonso Soriano, denn der schlug gleich im ersten At-Bat des Tages einen Lead Off Homer gegen Lance Cormier, legte im zweiten Inning noch einen drauf und weil es so schön war, jagte er im Vierten gleich noch einen auf die Tribüne. Drei Home Runs in vier Innings von einem Spieler - das macht was her! Catcher Michael Barrett legte dann später noch einen nach und die Cubs gewannen klar und deutlich mit 9-1 gegen die Braves.

Drew schießt Beckett zum neunten Sieg

Einen noch produktiveren Tag hatte Right Fielder J.D. Drew von den Red Sox, denn er schlug zwar nur zwei Home Runs im Chase Field gegen die Arizona Diamondbacks und Pitcher Doug Davis bzw. Edgar Gonzalez, doch diese waren jeweils Three Run Shots! Insgesamt brachte er sogar sieben RBI zu stande, was für ihn eine neue Karriere Bestleistung darstellt!
Durch diese Power Vorstellung ermöglichte er quasi im Alleingang seinem Starter Josh Beckett, den Record auf 9-0 zu verbessern, womit er die Major League klar anführt!

Homer Bailey gewinnt bei Debüt

Die Cincinnati Reds durften gestern ihr großes Pitching Prospect, Rechtshänder Homer Bailey, begrüßen. Er gilt als das größte Talent seit Jahren bei den Reds und hatte in seinem Debüt im Great American Ballpark mit den Cleveland Indians gleich mal einen starken Gegner.

Davon ließ er sich aber nicht aus der Ruhe bringen und begann seine hoffentlich große Karriere direkt mit einem Strikeout gegen Center Fielder Grady Sizemore, einem mittlerweile sehr angesehenen Big League Hitter! Anschließend gab er auch seinen ersten Run ab, doch Brandon Phillips konnte im gleichen Inning ausgleichen. Und nach Home Runs von Ken Griffey jr. und Jeff Conine verlies der Rookie das Spiel nach fünf Innings und einer 4-2 Führung. Er warf 114 Pitches (63 für Strikes), erlaubte fünf Hits, vier Walks und zwei Runs bei drei Strikeouts.

Letztlich konnte der Bullpen die Führung halten, so dass die Reds am Ende 4-3 gewannen und Homer Bailey seinen ersten Big League Win feiern durfte. Es war zwei kein überragender Auftritt, aber wenn er in seinem nächsten Start die Nervosität ablegt, sollte er eine Bereicherung sein für das Team!

Freitag, 8. Juni 2007

Yankees sorgen für Jubiläum

Um der Leistung von Curt Schilling nicht die Show zu stehlen, fasse ich mich hierbei kurz!

Die New York Yankees gewannen letzte Nacht das vierte und letzte Spiel der Serie in Chicago bei den White Sox und bescherten Manager Joe Torre damit seinen insgesamt 2000. Sieg als Big League Manager, womit er auf Platz 10 der All Time Rangliste steht.

Alex Rodriguez schlug dabei im Übrigen seinen 15. Grand Slam und liegt damit ebenfalls auf dem zehnten Platz in dieser Rangliste, direkt hinter Größen wie Babe Ruth und Hank Aaron (je 16). Rekordhalter ist immer noch Yankee Legende Lou Gehrig mit 23.

Schilling mit One Hitter gegen A's


Curt Schilling war genau ein Out vom ersten No Hitter seiner Karriere entfernt und hatte am Ende trotzdem allen Grund zur Freude.

Die Boston Red Sox waren zu Gast bei den Oakland Athletics und versuchten mit Schilling auf dem Mound, eine vier Spiele andauernde Niederlagenserie und gleichzeitig einen Sweep zu verhindern. Sie gingen auch direkt im ersten Inning mit 1-0 durch den elften Home Run der Saison von David Ortiz in Führung, doch das war alles, was sie gegen Joe Blanton bekommen haben, was aber aufgrund Schills Leistung mehr als genug war!

Den ersten Baserunner bekamen die Gastgeber im fünften Inning bei zwei Outs, als Julio Lugo einen Groundball von First Baseman Dan Johnson nicht verarbeiten konnte und sich damit einen Error einfing. Daraus konnten sie aber kein Kapital schlagen, denn der mittlerweile 40-jährige Starter der Sox ließ sich nicht beirren und sorgte für ein Out nach dem anderen, bis er dann tatsächlich das neunte Inning erreichte und die ersten beiden Batter ausmachen konnte.

Dann trat Outfielder Shannon Stewart an die Platte und wie Schilling nach dem Spiel berichtete, wollte Catcher Jason Varitek einen Slider, doch Schill setzte sich durch und entschied sich für einen Fastball away, was ihm letztlich den Eintrag ins Geschichtsbuch verwehrte, denn genau auf diesen Pitch wartete Stewart, schlug ihn opposite Field, genau vorbei an Second Baseman Pedroia zum ersten und einzigen Hit der A's an diesem Tag. Danach zwang Schilling Mark Ellis zu einem Foulout und das Spiel war beendet. Schilling musste sich also mit seinem dritten One Hitter begnügen, doch auch das ist herausragend, wie ich finde!

Schilling ist in der Saison nun 6-2 mit einem 3.49 ERA und hat 66 Strikeouts. Es war im Übrigen sein erstes Complete Game in dieser Saison und sein insgesamt 20. Shutout!

(Das verwendete Bildmaterial unterliegt dem Copyright von MLB.com)

Donnerstag, 7. Juni 2007

Der erste Milestone der Saison!


Und es ist weder ein 500. Home Run, noch ein 300. Win, was zwar auch toll wäre, aber bei diesen Sachen könnte man sagen, dass es das schon einmal gab, doch was gestern Nacht im Petco Park in San Diego, CA passierte, hatte die Welt noch nicht gesehen!

Trevor Hoffman holte sich den 18. Save der Saison und dies war gleichzeitig sein 500. Save in der Karriere, womit er der Mensch ist, der diese Marke erreichen konnte! Ziehen wir also alle unsere Caps vor diesem Closer!

"Trevor Time" wurde wie immer mit "Hells Bells" von AC/DC eingeleitet und er betrat den Mound mit einer 5-2 Führung seiner Padres gegen die LA Dodgers, um Nr. 500 zu sichern und gleichzeitig natürlich auch den 338. Win von Starter Greg Maddux, was natürlich auch ein großartiges Bild abgibt - ein 300 Game Winner startet und ein 500 Save Closer beendet das Spiel...

Also nochmals herzlichen Glückwunsch an Trevor Hoffman und auf die nächsten 500! ;-)

Mittwoch, 6. Juni 2007

Das toppt sogar Sweet Lou...

Aufgrund eines Tipps eines Users von GIGA.de, habe ich mal dieses Video hier reingestellt. Es zeigt Phillip Wellman, den Manager von Double-A Mississippi, einer Minor League Filiale der Braves, wie er den neuesten Ausraster von Chicago Cubs Manager Lou Piniella regelrecht in den Schatten stell - dafür wurde im Übrigen von den Braves suspendiert...

Johnson überholt Clemens

Am gestrigen Dienstag gab es Pitching Highlights en masse und ich habe mal die drei größten herausgesucht…


Big Unit zieht an Rocket vorbei

Randy Johnson von den Arizona Diamondbacks pitchte gestern nicht nur sechs starke Innings, sondern schaffte außerdem acht Strikeouts, wodurch er in der All Time Strikeout Rangliste auf Platz zwei vorrückte und gleichzeitig Roger Clemens, der wohl am Samstag sein Saisondebüt gibt, auf den dritten Platz verwies. Big Unit steht nun bei 4.605 "Ks" und liegt damit "nur" noch knapp 1000 Punchouts hinter Nolan Ryan, dessen All Time Rekord von 5.714 wohl niemals gebrochen wird...

Carsten Charles ist erwachsen geworden

Kennt ihr nicht? Die Rede ist von C.C. Sabathia, dem Pitching Ace der Cleveland Indians. Er gewann gestern sein neuntes Spiel in dieser Saison und führt damit zusammen mit anderen die MLB an. Gestern war er gegen Kansas City besonders dominant und pitchte einen 5-Hit Shutout, so dass der Solo Homer von Franklin Gutierrez zum Sieg reichte. Für Sabathia war es der fünfte Shutout seiner Karriere und man kann wohl mittlerweile sagen, dass er den Sprung von guten zum Top Pitcher in dieser Saison definitiv geschafft hat!

Escobar rockt weiter

Zwar schaffte er keinen Shutout, aber zumindest pitchte Kelvim Escobar von den Angels sein zweites Complete Game der Saison. Gegen die Minnesota Twins ließ er nur einen Run bei drei Hits und drei Walks zu. Er war meines Erachtens schon immer ein sehr guter Pitcher, jedoch warfen ihn Verletzungen eigentlich Jahr für Jahr zurück, doch bis jetzt ist er gesund und das sieht man! Es bleibt ihm und den Angels nur zu wünschen, dass es auch so bleibt, denn dieser Escobar ist ein verdammt wichtiger Faktor für den Erfolg der Angels.



Montag, 4. Juni 2007

Sorry, A-Rod!



Ja, ich muss wirklich Abbitte leisten gegenüber Alex Rodriguez – viele andere Yankee Fans aber sicherlich auch!

Die Rede ist natürlich vom Spiel gestern Nacht, dem dritten der Serie zwischen den Yanks und den Red Sox. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich heute morgen um kurz nach fünf frustriert den Fernseher ausgemacht und mich schlafen gelegt habe. Das war genau zum Ende der ersten Hälfte des siebten Innings, also kurz nachdem A-Rod beim Stande von 5-4 Sox bei Läufern auf eins und drei und nur einem Out die Chance hatte, zumindest den Ausgleich herzustellen und stattdessen zum Jubel der Fans in Boston wieder mal versagte und einen Pop Up schlug. Posada konnte danach auch nur ein Flyout gegen Okajima erwirken, so dass die Führung eigentlich sicher war und ich keinen Grund mehr sah, weiterzuschauen, zumal Okajima und dann Papelbon ja eigentlich nicht zu überwinden sind…

Was ich verpasste, war dann aber, dass direkt im achten Inning Matsui gegen seinen Landsmann ein Leadoff Single erzielte und Robbie Cano, der langsam seine Form findet, mit einem langen Triple den Ausgleich herstellte. Danach ging im achten nichts mehr und man musste im neunten Inning natürlich Closer Jon Papelbon gegenüber treten, was ebenfalls wenig Grund zur Hoffnung ließ. Jeter und Abreu waren out und A-Rod wieder an der Platte mit zwei Outs und zwei schnellen Strikes zum 0-2 Count. Ein Strike entfernt vom letzten Out in diesem Inning. Doch dann das Unfassbare: A-Rod trieb den Pitch an der Außenkante weit raus ins Right Center Field direkt in den Red Sox Bullpen zur 6-5 Führung für die Bronx Bombers! Es war sein 20. Long Ball der Saison und einer der wichtigsten, vor allem auch deshalb, weil zuletzt wieder vieles auf ihn einprasselte. Diese Führung brachte Mariano Rivera dann nach Hause für seinen erst fünften Save der Saison und die Yankees gewannen die Serie im Fenway Park.

Was nimmt man also mit aus dieser Serie? Na ja zumindest die Erkenntnis, dass man noch nicht tot ist. Man hat zwar immer noch 12 ½ Spiele Rückstand, aber offenbar hat man ebenfalls Bobby Abreu und Robbie Cano zurück und vergessen wir nicht Melky Cabrera, der in nächster Zeit hauptsächlich Center Field spielen wird, da mit Giambis Verletzung Damon DH sein kann. Unter anderem glänzte er gestern mit einem Wahnsinns Catch gegen Wily Mo Pena, mit dem er ein sicheres Triple verhindern konnte. Doch das war es auch schon an positiven Erkenntnissen, denn am Samstag verletzte sich First Baseman Doug Mientkiewicz schwer und wird wohl bis zu acht Wochen fehlen, womit nur noch Josh Phelps für diese Position übrig ist und ob Johnny Damon ein guter First Baseman sein kann, darf man zumindest bezweifeln...

Zudem kam die Nachricht aus Houston, dass der für heute Nacht geplante Rocket Launch wegen Leistenproblemen verschoben werden muss, wodurch nun Matt DeSalvo den Opener im US Cellular Field in Chicago pitchen wird. Man weiß zwar noch nicht genau, was los ist, doch Roger rechnet damit, am Samstag gegen Pittsburgh bereit zu sein – hoffen wir das Beste! Und dann wäre da noch Andy Pettitte, der gestern nach seinem Strikeout gegen Lugo bei Bases loaded im fünften Inning offensichtlich große Schmerzen verspürte. Was da war und ob es was ernstes ist, weiß man noch nicht, doch sollte das der Fall sein, wäre das ein weiterer schwerer Rückschlag!

Fazit: Die Yankees sind noch am Leben, doch müssen sie nun endlich Konstanz zeigen, um doch noch die Playoffs auf welchem Wege auch immer zu erreichen!

(Das verwendete Bildmaterial unterliegt dem Copyright von FOXSports.com)

Freitag, 1. Juni 2007

Benitez nach Florida

Diese Nachricht wird sicherlich alle Fans der San Francisco Giants freuen, denn ihr Closer, Armando Benitez, war eigentlich nie in seiner Zeit in der Bay Area wirklich zuverlässig und somit war es nur eine Frage der Zeit, bis man ihn endlich los werden konnte! Er wurde gestern zu den Marlins getradet und kehrt damit an die Stätte, seines größten Erfolges zurück, denn mit dem Team aus Florida gewann er 1997 die World Series gegen die Cleveland Indians.

Im Gegenzug bekommen die Giants mit Randy Messenger einen sehr soliden Reliever, der den Bullpen der Giants sicher verstärken wird. In dieser Saison hat er bisher 23 1/3 Innings gepitcht und dabei einen ERA von 2.66 bei einem Record von 1-1 angesammelt. Benitez hingegen hat in 17 1/3 Innings einen 4.67 ERA mit 9 Saves und zwei Blown Saves, sowie einem Record von 0-3.

Closer wird Benitez aber erstmal nicht sein, denn diesen Job behält vorerst Kevin Gregg und in der Hinterhand haben die Fische ja auch noch Rookie Taylor Tankersley. Bei den Giants wird wohl Brad Hennessey weiterhin die Spiele beenden, nachdem er dies in den letzten Wochen schon sehr zuverlässig geschafft hat.

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