Donnerstag, 15. November 2007

Peavy einstimmig

Es gibt 32 Stimmberechtigte für den Cy Young Award. Diese vergeben jeweils eine Stimme für den ersten, zweiten und dritten Platz und in diesem Jahr gab es für die Vertreter der BBWAA (Baseball Writers Association of America) beim ersten Platz keine zwei Meinungen – wie zu erwarten war!

Jake Peavy von den San Diego Padres führte die National League in Siegen (19), ERA (2.54) und Strikeouts (240) an und gewann damit die NL Pitching Triple Crown, was für mich allein schon Grund genug ist, diesen Preis zu bekommen. Er war zum ersten Mal seit einiger Zeit wieder die ganze Saison gesund und topfit, so dass er der ganzen Baseball Welt zeigen konnte, was er zu leisten im Stande ist, wenn er mal nicht von irgendwelchen Verletzungen gestoppt wird.

Unter diesem Aspekt ist es umso enttäuschender für die Padres, dass sie zum Ende der Saison die Playoffs verpassten und sich im entscheidenden Spiel mit Peavy auf dem Mound den späteren NL Champions, Colorado Rockies, geschlagen geben mussten. Derzeit verhandelt man offenbar über eine langjährige Vertragsverlängerung, da sein aktueller Vertrag nach der kommenden Saison ausläuft und ihn zu verlieren, wäre für San Diego ein schwerer Schlag, denn ohne eine großartige Offense, sollte man zumindest über ein großartiges Pitching verfügen, um in der neuerdings starken National League West konkurrenzfähig zu sein.

Mittwoch, 14. November 2007

Cy für C.C.

Ihr werdet es vernommen haben, C.C. Sabathia wurde gestern mit dem American League Cy Young Award ausgezeichnet. Er setzte sich dabei deutlich vor dem zweitplatzierten Josh Beckett durch, der dafür aber in der Postseason deutlich besser war und am Ende mit den Red Sox die World Series gewann.

Da ja die Playoffs bei diesen Awards keine Rolle spielen, halte ich diese Wahl, wie ich auch schon am Ende der Regular Season schrieb, für gut, denn Sabathia hatte insgesamt vier Starts und über 40 Innings mehr auf dem Konto als Beckett und dabei sogar einen besseren ERA. Zudem schaffte er mehr Strikeouts und ließ weniger Walks zu und schon deshalb kann man den einen Sieg, den Bostons Ace Pitcher mehr hat (20 zu 19), durchaus verschmerzen!

Für Clevelands besten Starter war die letzte Saison so etwas wie der langersehnte Durchbruch. Er war zwar in den Jahren zuvor auch schon ganz gut, doch etwas fehlte ihm zur richtigen Dominanz und es waren meistens kleinere Blessuren, die ihn immer wieder zurückwarfen, doch in 2007 passte alles! Sein Fastball funktionierte und sein Slider hatte den richtigen Biss, wodurch die 209 "Ks" folgerichtig zu Stande kamen. Glücklicherweise bekam er auch den Run Support in den meisten Fällen, so dass er vom Team für seine Leistungen mit 19 Siegen auch entsprechend belohnt wurde. Für ihn bleibt nun zu hoffen, dass er diese Form beibehalten kann, denn von seinem "Stuff" her, war er schon immer für Großes vorgesehen, er musste es nur zusammenbringen!

Mittwoch, 31. Oktober 2007

Das Leben geht weiter

Das Leben geht weiter in New York, auch ohne Joe Torre, auch ohne Alex Rodriguez! Die New York Yankees wären nicht die New York Yankees, wenn sie sich auch nur eine Minute mit dem Nachtrauern nach großen Stars aufhalten würden, die die Organisation verlassen haben!

Den ersten Schritt in Richtung Zukunft taten sie gestern, als sie Joe Girardi als neuen und damit 32. Manager in der Geschichte des Franchises vorstellten. Er war unter anderem Teil der World Series Teams von 1996, 1998 und 1999 als Catcher und später Backup Catcher von Jorge Posada (bzw. persönlicher Catcher von David Cone, für den er bei dessen Perfect Game in '99 hinter der Platte hockte). Zudem arbeitete er 2005 als Bench Coach unter seinem jetzigen Vorgänger Joe Torre und wurde bei den Marlins in 2006 Manager of the Year, als er ein sehr junges Team zu 78 Siegen führte und sie lange im Rennen hielt. Und seit gestern ist er nun der neue Manager der Yankees, nachdem er das Team im letzten Jahr als Experte bei YES genau beobachtete, was ihm in der neuen Saison sicher helfen wird. Er unterschrieb einen Dreijahresvertrag über geschätzte 7,5 Mio. $, wodurch er automatisch zu einem der bestbezahlten Manager der MLB wird!

Und auch an der Spielerfront scheint es gute Neuigkeiten zu geben, denn wie mehrere Agenturen berichten, traf sich GM Brian Cashman mit Closer Mariano Rivera und dessen Berater im Legends Field in Tampa, FL zu ersten Gesprächen über einen neuen Vertrag. Es stehen drei Jahre und 40 Mio. $ im Raum. Girardi kündigte im Übrigen gestern schon an, dass er sich mit den drei Free Agents, also Jorge Posada, Andy Pettitte (Spieleroption über 16 Mio. $) und eben Rivera schnellstmöglich in Verbindung setzen wolle, um diese zum Bleiben zu veranlassen, zumal er alle drei noch aus gemeinsamen Zeiten in den 90ern kennt. Mein Tipp hier wäre, dass wohl alle drei bleiben, zumal man mit den vielen "Young Guns" im Pitching Staff eine so gute Rotation haben wird, wie lange nicht mehr…

Wer der neue Third Baseman wird, ist dagegen völlig offen, aber es kursieren natürlich viele Gerüchte. Einige sprechen von Mike Lowell, wobei ich es fraglich finde, ob die Red Sox ihn gehen lassen, dann fällt öfters der Name Joe Crede, von dem ich jetzt nicht so viel halte und ganz oben auf der Prominenzskala steht Miguel Cabrera, der 2006 ja schon einmal unter Girardi spielte, allerdings könnte der geforderte Preis der Marlins zu hoch sein. Aber eines gilt meines Erachtens als sicher: Wilson Betemit wird nicht der Starter in der "Hot Corner", denn obwohl er Switch Hitter ist, kommt er gegen Linkshänder überhaupt nicht klar und ist auch sonst nicht unbedingt der beste Contact Hitter.

Zum Schluss noch eine kleine Anmerkung am Rande: 2003 hatte man keinen Alex Rodriguez und wo endete da die Saison? Ach ja richtig, in der World Series…

Montag, 29. Oktober 2007

Red Sox gewinnen World Series

Ich hab es ja von Anfang an (also von Anfang der World Series an…) gesagt, diese World Series wird nur vier Spiele andauern, schade ist nur, dass ich darauf nicht gewettet hab, aber was soll's. Herzlichen Glückwunsch an die Boston Red Sox und all ihre Fans, das war großes Kino!

Zudem sende ich direkt noch einen Glückwunsch an Third Baseman Mike Lowell, der zum MVP gewählt wurde und damit deutlich machte, dass man nicht der am höchsten bezahlte Spieler auf seiner Position sein muss, um auch in der Postseason in großen Momenten zu glänzen! Ich denke diese Anspielung versteht jeder, jedoch werde ich darauf jetzt nicht weiter eingehen, denn hier geht es um wahre Champions und nicht um überbezahlte "Wannabes"…

Die Red Sox vereinten eigentlich alles auf sich, was ein erfolgreiches Team benötigt: Sie hatten ziemlich gutes Starting Pitching, wobei nur Josh Beckett allüberragend war und gäbe es einen Postseason MVP, so wäre er es sicher geworden. Und dann haben sie einen Bullpen, der besonders durch Hideki Okajima und Jonathan Papelbon fast unüberwindbar war gegen Ende des Spiels, was besonders im Oktober Gold wert ist. Doch das wirklich bewundernswerte ist sicherlich die Art und Weise, wie eigentlich alle Spieler ihre Leistung an der Platte brachten, wenn es wirklich zählte. In der Regular Season hatte man noch den Eindruck, dass eigentlich nur David Ortiz, Manny Ramirez und im Windschatten dieser beiden noch Mike Lowell regelmäßig für Zählbares sorgten, doch in diesen Playoffs hatte eigentlich jeder irgendwann einen "Clutch Hit" – sogar Daisuke Matsuzaka!

Man kann es drehen und wenden wie man will, aber dieser Erfolg ist mehr als nur verdient, denn dieses Team hatte über eine lange Saison den besten Record im Baseball, sie werden wohl den Cy Young an Josh Beckett verteilen (ich weiß, eigentlich sah ich Sabathia vorne, aber nach der Postseason muss Beckett ihn kriegen, obwohl Oktober eigentlich nicht zählt für diesen Award…) und sie verloren nur drei Spiele in diesen Playoffs, was dazu führte, dass sie die ALCS nach einem 3-1 Rückstand noch drehen mussten. Auch wenn ich großer Fan der Yankees bin, kann ich diese Leistung nur neidlos anerkennen, denn wer so dominant auftritt, ist zu Recht World Champion!

Sonntag, 28. Oktober 2007

Noch ein Sieg…

Die Boston Red Sox benötigen noch einen Sieg, um zum zweiten Mal innerhalb der letzten vier Jahre die World Series zu gewinnen. Grund dafür war eine starke Leistung Bostons an der Platte in Spiel drei und ein recht solides Pitching.

Die Red Sox erzielten sechs Runs im dritten Inning und schickten damit Colorados Starter Josh Fogg nach nur 2 2/3 Innings zurück in den Dugout. Daisuke Matsuzaka auf der anderen Seite, war wieder mal solide, brachte es aber auch nur auf 5 1/3 Innings, ehe er mit abermals über 100 Pitches ausgewechselt wurde – er ließ zwei Runs bei drei Hits und drei Walks zu. Für ihn kam Javier Lopez und der erlaubte zwei Hits, die die von "Dice-K" zugelassenen Base Runner nach Hause schickten. In der Folge pitchten sich Mike Timlin und Hideki Okajima in Probleme mit Matt Hollidays Three-Run-Homer als Höhepunkt, der die Gastgeber auf 6:5 heran brachte, doch weiter ging es nicht mehr für die Rockies, denn im achten Inning erhöhte Boston dann wieder durch Base Hits von Jacoby Ellsbury und Dustin Pedroia, der sich so langsam zum MVP der Series aufschwingt, auf 9:6. Am Ende stand es 10:6 und die Führung der Red Sox beträgt nun 3-0, Spiel vier heute Abend kann also schon die Entscheidung bringen!

Die Starter heute Abend sind Jon Lester für die Red Sox und Aaron Cook für die Rockies und für beide wird es der erste Postseason Start ihrer Karriere, wobei Lester schon zweimal als Reliever in der ALCS zum Einsatz kam. Lester kam in die Schlagzeilen, weil bei ihm im August 2006 Krebs diagnostiziert wurde, doch er besiegte die Krankheit und kämpfte sich langsam aber sich wieder zurück. Und nun pitcht er Spiel vier der World Series – das sind Geschichten, wie sie nur das Leben schreiben kann! Bei Aaron Cook war es nur eine normale Verletzung, die ihn für die ersten zwei Runden der Postseason außer Gefecht setzte. Jetzt ist er fit und bereit, die letzte Chance für sein Team zu bewahren, denn für die Rockies heißt es heute ja schon "Win or go Home" – wie die Amerikaner so gerne sagen. Allerdings hat Cook zuletzt gegen die Chicago Cubs im August auf dem Mound gestanden, insofern ist dieser Einsatz heute keineswegs ohne Risiko, aber was will man machen? Man steht mit dem Rücken zur Wand!

Meine Prognose kennt ihr ja bereits, ich sagte vor Spiel eins, es gibt einen Sweep und daher sage ich das auch heute noch, auch wenn ich mir natürlich eine längere World Series wünschen würde…

Samstag, 27. Oktober 2007

Auf nach Denver

Die World Series wird heute nach einem Tag Pause in Denver, CO fortgesetzt, doch das, was ich heute zu sagen habe, wird sicher den Rockies Fans nicht sonderlich schmecken, denn Bostons heutiger Starter scheint wie geschaffen zu sein, für die heutige Aufgabe…

Doch zunächst sprechen wir einmal über Spiel zwei, denn in diesem konnten die Rockies durchaus mithalten, sie bekamen eine tolle Pitching Leistung von Ubaldo Jimenez (mit Abstrichen) und vor allem vom Bullpen, der gegen die Red Sox nichts zuließ, doch da Curt Schilling und die bärenstarken Reliever Hideki Okajima und Jonathan Papelbon ebenfalls unschlagbar waren, sicherten sich die Red Sox durch einen 2:1 Erfolg eine 2-0 Führung in der Serie, was doch ziemlich entmutigend wirken könnte, denn ob solch eine Chance noch einmal kommen wird für Colorado, mag ich doch bezweifeln!

Heute Nacht steigt nun also Spiel drei im Coors Field und Rockies Starter Josh Fogg spielt bisher eine ziemlich gute Postseason – er ist 2-0 mit einem 1.13 ERA in acht Innings, wobei man erwähnen sollte, dass sein erster Auftritt eine Relief Appearance über zwei Shutout Innings in Spiel zwei der NLDS gegen die Phillies war. Interessant dürften seine Interleague-Statistiken sein, denn in dieser Saison war er 2-1 mit einem 4.00 ERA in 18 Innings, wobei er die Siege gegen die Red Sox und Yankees holte, was ja an sich ein gutes Omen sein könnte…

Auf der anderen Seite steht Daisuke Matsuzaka im Rampenlicht. Er spielte bisher eine eher durchwachsene Postseason und sein Sieg in Spiel sieben der ALCS kam auch nur deshalb zustande, weil der Bullpen der Indians völlig auseinanderbrach. Sollten also gute Aussichten sein für die Rockies, doch halt, seine Interleague Zahlen sprechen da eine ganz andere Sprache! Er ging in dieser Saison gegen Teams aus der National League 3-1 mit einem 2.00 ERA über 27 Innings und sammelte dabei 32 Strikeouts. Seine einzige Niederlage kam dabei in Arizona, als er in sechs Innings zwei Runs zuließ und das Pech hatte, einem überragenden Randy Johnson gegenüberzustehen. Jetzt fragt man sich natürlich, wie es denn sein kann, dass "Dice-K" gerade gegen NL-Teams so gut ist, doch die Antwort liegt eigentlich auf der Hand: Die japanische Liga ist von der Stärke der Lineups durchaus mit der National League gleichzusetzen! Man hat da eben nicht so dichte Power Lineups, sondern setzt vermehrt auf "Small Ball" und für sowas ist Matsuzaka eben der Richtige!

Das größte Fragezeichen für Bostons Manager Terry Francona wird heute sein, die erste Base zu besetzen, denn in einem National League Stadion gibt es bekanntlich keinen Designated Hitter, was bedeutet, dass er entweder auf David Ortiz verzichten, oder diesen an Stelle von Kevin Youkilis an die erste Base stellen muss, was ihn wiederum seinen geduldigsten Hitter kosten würde. Ich würde dennoch "Big Papi" aufstellen, einfach deshalb, weil seine Power zu wichtig ist für die Red Sox, denn man hat ja ohnehin nur noch Manny Ramirez, der auf sicher Topleistungen bringt…

Wie auch immer, ich bleibe auch heute bei meiner Sweep Prognose und sage, die Sox gewinnen auch Spiel drei!

Donnerstag, 25. Oktober 2007

Red Sox auf Kurs

Es kam leider so, wie ich befürchtet hatte, die Boston Red Sox hatten nicht den Hauch eines Problems mit den Gästen aus Denver und gewannen Spiel eins der World Series verdient mit 13:1. Josh Beckett pitchte dabei wieder äußerst dominant und ließ in sieben Innings nur ganze sechs Hits und nur einen Run zu. Zudem sammelte er neun Strikeouts und war wie immer in der Postseason absolut dominant!

Jeff Francis auf der anderen Seite wirkte schwach wie lange nicht mehr und so hatten die Red Sox leichtes Spiel mit ihm und auch mit dem Rockies Bullpen, der die mit Abstand schwächste Vorstellung in diesem Monat zeigte. Wie ich schon sagte, es kommt nicht überraschend, aber Hoffnung war ja trotzdem erlaubt, vor allem wegen der tollen Serie der Rockies…

Heute Nacht in Spiel zwei treffen dann Oldie Curt Schilling und Rookie Ubaldo Jimenez aufeinander. Schilling gilt al einer der besten Postseason Pitcher seiner Zeit und hat trotz der stark verminderten Geschwindigkeit in seinem Fastball, immer noch genügend Waffen, um es mit seinen Gegnern aufzunehmen und das gilt für National Gegner noch mehr, als für Teams aus der AL, denn denen kann man fast nur mit Power entgegentreten, für die NL reicht auch Finesse!

Jimenez zeigte ebenfalls guter Leistungen in den letzten Wochen und hat in seinen zwei bisherigen Oktober Starts einen ERA von 1.59, aber noch keine Decision, was nur mit zu spät aktiv werdender Offensivproduktion zu erklären ist, denn gewonnen hat man ja alle Spieler dieser Postseason – bis auf das gestrige Spiel eins der World Series!

Meine Prognose für heute ist ähnlich gestern, ich gehe auch weiterhin von einem Sweep aus und daher gewinnen die Sox auch Spiel zwei, weil Schilling gut sein wird und die Rockies insgesamt nicht gut genug!

Mittwoch, 24. Oktober 2007

Die World Series startet

Meine Damen und Herren, es ist wieder soweit, die World Series wird heute Abend beginnen und dieses Jahr empfangen die Boston Red Sox (da fällt mir ein, herzlichen Glückwunsch zu sagen, was ich aus zeitlichen Gründen bisher nicht tun konnte) die Colorado Rockies und somit haben wir wieder eine Konstellation, die man im Sport so liebt, nämlich ein Duell David gegen Goliath, wobei Boston der haushohe Favorit und Colorado der krasse Außenseiter ist.

Sicher, die Rockies sind in dieser Postseason 7-0 und gewannen 21 ihrer letzten 22 Spiele, doch zum einen haben sie seit letztem Montag kein Spiel mehr bestritten – was eindeutig den Rhythmus stört, wie die Tigers letzte Saison gemerkt haben – und zum anderen spielen sie nun gegen ein Team, das offensiv ein anderes Kaliber darstellt als etwa die Phillies (in der Postseason) und die Diamondbacks. Die Red Sox haben zwar kein so lückenloses Lineup wie etwa die Yankees, doch hat eigentlich fast jeder eine Engelsgeduld an der Platte und das ist besonders im Oktober mehr wert als pure Power! Angeführt werden sie von David Ortiz und Manny Ramirez, die gerade zu dieser Jahreszeit erst richtig aufwachen, was besonders bei letzterem vollends zutrifft!

Die Rockies haben allerdings auch im Hinterkopf, dass sie die einzige Serie in dieser Saison gegen Boston gewonnen haben und das auch noch im Fenway Park (2-1), nur würde ich dem nicht viel beimessen, denn die Red Sox von heute wirken deutlich stabiler als die von "gestern". Wie man sie aber dennoch schlagen kann, haben die Indians in der ALCS angedeutet, nämlich mit gutem Pitching, was aber die vermeintlichen Top Starter wie C.C. Sabathia oder Fausto Carmona nicht liefern konnten. Besser sahen dagegen die Finesse Typen Jake Westbrook und Paul Byrd aus, die aber vom Bullpen im Stich gelassen wurden. Die Rockies haben beides, Finesse Pitcher und einen guten Bullpen, also könnte es theoretisch spannend werden…

In Spiel eins heute Nacht um 2:00 Uhr MESZ werden sich Josh Beckett und Jeff Francis gegenüber stehen, womit eigentlich klar ist, wer gewinnt, denn Beckett ist in dieser Postseason nahezu "lights out" und hat in drei Starts (23 IP, 1 SHO) eine Bilanz von 3-0 mit einem 1.17 ERA und 26 Strikeouts. Seine wichtigsten Waffen sind sein "High 90's Fastball" und sein wahnsinniger Curveball, den er gerne als Out Pitch verwendet. Francis auf der anderen Seite ist ebenfalls perfekt 2-0 in Starts mit einem 2.13 ERA und 12 "Ks", er pitchte 12 2/3 Innings und konnte sich, wie gesagt, auf seinen Bullpen verlassen. Aufgrund der Tatsache, dass er Linkshänder ist, sollte er zumindest mit Bedrohung Nummer eins, David Ortiz, klarkommen, denn der ist gegen "Lefties" in diesem Jahr nicht ganz so stark, doch dafür könnte Manny größere Probleme bereiten. Allerdings waren beide Starts von Francis auswärts, was wiederum ein gutes Omen ist, denn die Serie beginnt ja bekanntlich in Fenway.

Zum Schluss noch meine Prognose für heute Abend und die ganze Serie: Auch wenn ich hier einiges an Hoffnung verbreitet habe für die Rockies, gehe ich von einem Sieg für die Sox aus und zwar nicht nur heute, sondern für die ganze World Series. Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass nach vier Spielen Schicht ist, also mein Tipp lautet, Sweep für die Red Sox!

Dienstag, 16. Oktober 2007

Schaufeln sich die Red Sox ihr eigenes Grab?

Ich nehme an, dass ihr alle informiert seid über die Vorkommnisse der gestrigen Nacht und daher möchte ich eigentlich sofort auf das kommende Spiel vier zwischen den Red Sox und Indians heute Nacht im Jacobs Field eingehen, doch vorher noch ein Blick in die NLCS…

Rockies in der World Series

Wer hätte das für möglich gehalten? Die alljährliche Losertruppe aus Denver darf sich seit letzter Nacht 2007 National League Champion nennen – natürlich zum ersten Mal in ihrer Teamgeschichte! Und was soll man sagen? Es ist absolut verdient, wenn man bedenkt, dass sie in diesem Oktober bisher all ihre Spiele gewinnen konnten und somit durch zwei Sweeps gegen die Philadelphia Phillies und die Arizona Diamondbacks die World Series erreichten. Herzlichen Glückwunsch also an die Rockies, Manager Clint Hurdle und natürlich an den verdienten NLCS MVP Matt Holliday, der sich ja auch Hoffnungen auf den NL MVP machen darf…

Red Sox starten Wakefield anstatt Beckett

Die Indians führen seit gestern mit 2-1 in der ALCS gegen die Red Sox und ihr Spiel-vier-Starter, Paul Byrd, ist als sehr verlässlich einzuschätzen, nicht zuletzt, weil er ebenfalls in Spiel vier gegen die Yankees glänzte! Auf Seiten der Gäste aus Boston hätte man eher mit Ace Josh Beckett anstelle von Tim Wakefield gerechnet, denn obwohl Beckett damit auf "Short Rest" hätte pitchen müssen, wäre er doch eine sicherere Nummer gewesen als der Knuckleballer, der seit dem 29. September kein Spiel mehr absolvierte…

Sicher sagt die Geschichte, dass Starts mit verkürzter Pause eher selten den gewünschten Erfolg bringen, doch im Fall Beckett würde ich dieses Risiko durchaus eingehen und das aus mehreren Gründen:

  1. Beckett pitchte bereits in der World Series 2003 nach nur drei Tagen Pause Spiel sechs im Yankee Stadium für die Marlins und das Ergebnis sollte allen noch in Erinnerung sein, er schaffte einen Shutout, die Marlins gewannen die Serie und Beckett wurde zum World Series MVP gewählt…
  2. Beckett ist richtig heiß und glänzte in seinen ersten beiden Oktoberstarts, darunter ja auch der Shutout in Spiel eins der ALDS gegen die Angels...
  3. Als Knuckleballer braucht man einen gewissen Rhythmus, um den Ball möglichst ohne Rotation zu schnipsen, doch wo soll Wakefield diesen Rhythmus hernehmen? Zudem gilt er in dieser Saison ohnehin als Wundertüte, denn neben seinen zweistelligen Siegen, findet man in seiner Statistik auch eine zweistellige Anzahl an Niederlagen und einen ziemlich hohen ERA…
  4. Neben all diesen Infos sei noch erwähnt, dass nach Beckett in Spiel fünf, Curt Schilling für Spiel sechs und Daisuke Matsuzaka in Spiel sieben vorgesehen sind – kann das irgendwer auf Seiten der Red Sox Nation wollen?!

Doch genug gesagt, denn letztlich wird das Spiel ohnehin auf dem Platz entschieden, doch verschweigen sollte man nicht, dass die Vorzeichen für die Red Sox anhand dieser Pitching Matchups eher dürftig stehen…

Sonntag, 14. Oktober 2007

Indians gleichen aus

Der mehr oder weniger neutrale Baseballfan kann zumindest teilweise aufatmen, denn wenigstens die ALCS hat zwei Teilnehmer!

In einem Spiel, das als Pitcher Duell angekündigt war, enttäuschten beide Starter und sahen das Ende des fünften Innings nicht auf dem Mound. Curt Schilling auf Seiten der Red Sox, brachte es auf 4 2/3 Innings, in denen er fünf Runs auf neun Hits zuließ, darunter zwei Home Runs von Jhonny Peralta und Grady Sizemore. Sein Gegenüber Fausto Carmona wurde nach vier Innings ausgewechselt und erlaubte vier Runs auf vier Hits und fünf Walks und hatte erhebliche Problemem, die Strikezone zu finden.

Nachdem die Indians durch Peraltas Home Run zwischenzeitlich vorne lagen, konnte Manny Ramirez im fünften Inning gegen Rafael Perez mit einem tiefen Home Run über den Red Sox Bullpen ausgleichen und stellte damit gleichzeitig einen neuen Major League Postseason Rekord auf, denn es war sein 23. Home Run im Oktober, womit er den alten Rekordhalter, Bernie Williams von den Yankees, überholte. Mike Lowell legte direkt einen Home Run auf das Green Monster nach und die Gastgeber lagen 6-5 in Front. Die Indians glichen im sechsten Inning aus und dann passierte erstmal nichts mehr, beide Bullpens pitchten effektiv und ließen nichts mehr zu.

Bemerkenswert ist hierbei, dass Indians Reliever Tom Mastny ein perfektes zehntes Inning gegen David Ortiz, Manny Ramirez und Mike Lowell pitchte – das haben weder C.C. Sabathia, noch Fausto Carmona irgendwann geschafft! Für die Sox pitchte u. a. Closer Jonathan Papelbon dominant wie immer, doch im elften Inning kam Eric Gagne ins Spiel und hatte wieder mal die Chance, ein Spiel für sein neues (und wohl bald ehemaliges) Team zu versauen und was soll man sagen? Er tat genau das!

Nachdem er Casey Blake per Strikeout zurück in den Dugout schickte, ließ er ein Single gegen Sizemore zu, gefolgt von einem Walk gegen Second Baseman Asdrubal Cabrera. Red Sox Manager Terry Francona hatte dann genug gesehen, brachte Javier Lopez, der es mit dem ehemaligen Red Sox Outfielder Trot Nixon aufnehmen sollte (Stichwort: "Lefty-Lefty Matchup"). Nixon glänzte an alter Wirkungsstätte und schlug ein RBI-Single, das sein Team in Front brachte. Lopez machte den Schaden mit weiteren Hits und einem Wild Pitch noch größer, musste dann ebenfalls vom Feld und den Schlusspunkt setzte dann Rookie Right Fielder Franklin Gutierrez mit einem "Monster" Home Run auf das Green Monster gegen Jon Lester, der den Endstand von 13:6 herstellte.

Die Serie geht nun also mit 1-1 nach Cleveland, wo wir in Spiel drei die zwei Wackelkandidaten der jeweiligen Rotation sehen werden, nämlich Daisuke Matsuzaka und Jake Westbrook. Das Spiel ist Montagabend im Jacob's Field…

Samstag, 13. Oktober 2007

Langsam wird es langweilig…

Was haben sich nicht alle auf die Postseason gefreut, doch irgendwie ist der Faktor Spannung gerade fast komplett raus, jetzt wo die Rockies jedes Spiel gewinnen und die Indians mal sehen, wie gut sie wirklich sind, wo ein Gegner dasteht, der zum einen gutes Pitching hat und zum anderen, sich nicht selbst aus dem At-Bat nimmt mit duseligen Schwüngen…

Rockies cruisen

Sie sind zwar nicht die coolsten, wenn sie cruisen, aber erfolgreich sind sie definitiv! Herausragend war natürlich ihr Sieg in Spiel eins bei den Arizona Diamondbacks, denn da schlugen sie den letztjährigen Cy Young Award Winner Brandon Webb. Man muss zwar auch sagen, dass dieser merkwürdige Interference Call gegen die Gastgeber eine mögliche Rally gekillt hat – und es war definitiv keine Interference – aber nichtsdestoweniger wirkten die Rockies sehr souverän und ließen sich von nichts aufhalten.

In Spiel zwei gestern Nacht (oder auch heute Morgen) bewiesen sie dann Durchhaltevermögen, nachdem ihr Closer, Manny Corpas, sich einen Moment der Inkonstanz leistete, den Ausgleich zuließ und damit einen "Blown Save" einstecken musste. Doch er sammelte sich, pitchte danach ein perfektes weiteres Inning und bekam dann sogar den Win, denn sein Closer-Kollege Jose Valverde lud sich die Bases und verteilte dann den Walk, der das Spiel entschied…

Die Rockies führen nun völlig verdient 2-0 und können nun im heimischen Coors Field alles klarmachen. Und wer zweifelt wirklich daran, dass sie das tun werden?!

Beckett erneut stark – Sabathia unterirdisch

Im Duell der beiden Hauptkandidaten um den Cy Young Award konnte nur einer, nämlich Bostons Josh Beckett, überzeugen, während sein Gegenüber C.C. Sabathia im Prinzip seine suboptimale Leistung gegen die Yankees in Spiel eins bestätigte, dieses Mal jedoch dafür bestraft wurde.

Beckett erlaubte nur zwei Runs in sechs Innings und strikte sieben aus, Sabathia hingegen musste schon nach 4 1/3 Innings gehen, in denen er acht Runs zuließ, dabei fünf Spieler walkte und somit einen Erfolg der Indians schon im Keim verhinderte. Er sah eigentlich genauso aus, wie gegen die Yankees, nur haben die sich mit zum Teil abstrusen Schwüngen auf schlechte Pitches selbst aus dem Spiel genommen, die Red Sox Hitter bewiesen allerdings mehr Disziplin und nutzten jeden Fehler von Sabathia, so dass dieser nicht lange im Spiel verweilte. Und das lag hauptsächlich daran, dass er zwei grundlegende Dinge nicht schaffte…

Zum einen warf er kaum Strikes (85 Pitches – 44 Strikes) und zum anderen schaffte er es nicht, die restlichen sieben Batter neben David Ortiz und Manny Ramirez auszumachen, wodurch er natürlich zu diesen beiden pitchen musste – die beiden gingen im gesamt Spiel jeweils 2-2, und waren beide jeweils fünf Mal (!!!) auf Base bei fünf Plate Appearances! So kann man die Red Sox nicht schlagen und das haben wir ja gesehen…

In Spiel zwei müssen die Indians eigentlich gewinnen, denn mit einem 2-0 Rückstand nach Hause zu fahren, wäre sicher kein Spaß, zumal heute Abend Fausto Carmona, der nächste Cy Young Kandidat, auf dem Mound steht, allerdings gegen Curt Schilling, so dass auch das von der Papierform ein super Matchup werden könnte.

Dienstag, 9. Oktober 2007

Was nun, Yankees?

"Da steh ich nun, ich armer Tor. Und bin so klug als wie zuvor." Ich denke so oder so ähnlich kann man die Gemütslage der Verantwortlichen und auch der Fans der New York Yankees am besten beschreiben, denn letztlich muss man sich vorkommen, wie bei Miss Sophie, die jedes Jahr das gleiche Szenario durchlebt. In diesem Fall bedeutet das, man startet mit viel Euphorie in die Saison, kommt in die Playoffs (auch wenn das dieses Jahr sehr holprig war) und hat dann nach dem viel zu frühen Ausscheiden – und in New York heißt das, vor der World Series – wieder den gleichen Eindruck wie in den Jahren zuvor:

Die Offense produziert nicht und das Pitching ist zu schwach! Das hatten wir 2004, 2005, 2006 und jetzt auch 2007! Wenn man es näher betrachtet, dann gilt das für die Starter und für die Reliever, denn während bei den Starting Pitchern nur Andy Pettitte stark pitchte, waren alle anderen einfach nur blamabel! Das hoch gelobte Pitching Ace, Chien-Ming Wang, durfte zweimal ran, hielt insgesamt nur 5 2/3 Innings durch und gab dabei zwölf Runs ab (19.06 ERA). Roger Clemens hingegen hätte nicht mal eingesetzt werden dürfen, nachdem er nicht annähernd fit war…

Und die Offense war wieder mal ein Schatten seiner selbst. Sogar Derek Jeter brachte nichts zu Stande und schlug sogar in die meisten Double Plays für sein Team! Ich will damit sagen, er war sogar noch schlechter als A-Rod, Abreu oder Posada, die allesamt enttäuschten. A-Rod hat ja gestern sogar noch einen Homer geschlagen, was zumindest hoffen lässt, dass sein Postseason-Slump beendet ist…

Was nun?

Ich will jetzt auch gar nicht weiter die Statistiken zerpflücken, denn letztlich stehen wir eh vor der Erkenntnis, dass die Indians um Welten besser waren, was sich schon daran zeigt, wie viele Runs sie bei zwei Outs und mit Läufern in Scoring Position erzielt haben… Vielmehr sollte man sich jetzt fragen, wie es denn weiter geht mit den Bronx Bombers und dazu hier mal ein paar Gedanken, die sich über den Lauf der letzten Wochen bei mir entwickelt haben:

Mögliche Abgänge

Man hat eine Reihe von Free Agents, darunter Mariano Rivera, Jorge Posada und Andy Pettitte, sollte der seine Option nicht ziehen. Man hat vor ein paar Wochen verlauten lassen, dass man sowohl Rivera, als auch Posada gerne halten würde, ob diese Tendenz aber immer noch gegeben ist, weiß ich nicht. Sollte "Mo" gehen, gäbe es da einen Francisco Rodriguez auf dem Markt, der auch noch keinen neuen Vertrag bei den Angels hat. Wenn Posada geht, hätte man ein riesen Problem, denn ich sehe eigentlich keinen auch nur annähernd gleichwertigen Ersatz! Und bei Pettitte bin ich mir eigentlich sicher, dass er bleibt.

Bobby Abreu könnte man per Team Option halten, an sich sollte man das tun, vielleicht auch nur, um ihn gegen Prospects zu traden (wie zuletzt mit Gary Sheffield), aber einfach so ziehen lassen, sollte man ihn nicht. Und dann wäre da noch Alex Rodriguez, der seinen Vertrag auflösen könnte. Hier gehe ich davon aus, dass er bleibt, denn zum einen hat er mehrfach betont, sich wohl zu fühlen in New York und zum anderen kündigte der "Boss" persönlich an, ihn halten zu wollen, selbst wenn er seinen Vertrag auflöste.

Joe Torre

Der Manager hat keinen Vertrag für die neue Saison und geht es nach den letzten Statements von George Steinbrenner, wird das auch so bleiben. Mittlerweile kann man ihm ja auch noch eine gravierende Fehlentscheidung bei der Wahl seines Starters für Spiel vier anlasten, denn warum zum Teufel pitcht er Wang, um dann im zweiten Inning bei Bases Loaded Mike Mussina zu bringen, der nun wirklich kein Reliever ist?! Das dürfte aber nur die Spitze des Eisbergs sein und daher denke ich, dass man sich neu orientieren wird. Vorweg sei aber gesagt, dass Joe Torre unglaublich gute Arbeit geleistet hat, seit er bei den Yankees ist. Er gewann vier Mal die World Series und noch zweimal mehr die American League, zudem waren die Yankees unter ihm immer in den Playoffs und so muss man ihm wirklich ein großes Lob aussprechen und ihm danken für diese grandiose Zeit!

Als mögliche Nachfolger fallen spontan der diesjährige Bench Coach Don Mattingly und natürlich der ehemalige Yankees Catcher und Ex-Marlins Manager Joe Girardi ein, die beide wohl das Zeug hätten, das Ruder zu übernehmen. Zudem gibt es Gerüchte, dass Cardinals Manager Tony LaRussa ein Kandidat wäre, doch dazu werden wir wohl in den nächsten Wochen mehr erfahren…

Weitere Veränderungen

Wieder mal muss man sagen, dass der Bullpen eine Auffrischung benötigt, denn bis auf Rivera und Joba Chamberlain war da auch in diesem Jahr niemand, dem man wirklich vertrauen kann. Luis Vizcaino hatte eine gute Phase, doch die ist seit September vorüber und Kyle Farnsworth ist nachwievor eine Wundertüte. Mal sehen, was man da tun kann…

Neue Starting Pitcher werden aber nicht gebraucht, denn mit Ian Kennedy und Joba Chamberlain werden zwei Eigengewächse nachrücken, die prädestiniert sind für gute Leistungen. Daneben hat man Wang, der hoffentlich stabiler wird, Mike Mussina (sollte der nicht doch seine Karriere beenden) und natürlich Phil Hughes. Bliebe noch Andy Pettitte, könnte man auf Mussina also locker verzichten.

Ein Fragezeichen wird wieder die erste Base sein, denn hier ist die Lösung mit Giambi, Mientkiewicz, Phillips und evtl. Betemit alles andere als Ideal. In einer perfekten Welt würde man Giambi sogar loswerden ob seiner Verletzungsanfälligkeit, doch das wird nicht passieren. Und dann wäre da noch das Outfield, wo in jedem Fall Handlungsbedarf herrscht! Matsui sollte wieder gesund werden, wodurch Damon nicht mehr im Left Field spielen könnte, im Center Field hat Melky Cabrera gezeigt, dass er offensiv nicht viel zu bieten hat und im Right Field ist noch nicht sicher, ob Abreu bleibt.

Ganz ehrlich, nach dem, was Cabrera zuletzt gezeigt hat, muss man einfach zusehen, einen neuen Center Fielder zu bekommen, der offensiv mithelfen kann. In erster Linie schießt einem da natürlich Torii Hunter in den Kopf, denn der wäre defensiv sogar besser als der "Melkman" und offensiv für 20+ Home Runs gut. Andere Alternativen wären Mike Cameron von den Padres und natürlich Andruw Jones, der aber sein Geld nicht ganz wert ist. Und was im Right Field passiert, muss sich zeigen.

Zudem muss man abwarten, wie sich Kei Igawa entwickelt und ihn evtl. abgeben. Abgeben sollte man aber in jedem Fall Kyle Farnsworth, für den es sicher Interessenten in der National League gibt.

Fazit

Wir haben wieder mal mehr Fragezeichen als Ausrufezeichen, wenn es um die Yankees geht. Ich bin mir zwar sicher, dass sie auch im nächsten Jahr stark sein werden, aber mit welcher Besetzung ist die Frage. Die nächsten Wochen und Monate werden aber sehr, sehr spannend werden, wobei ich die erste Entscheidung, die Trennung von Torre, schon in den nächsten Tagen erwarte…

Ansonsten hoffe ich, dass uns die LDS-Spiele und natürlich die World Series noch viel Spaß bereiten und wünsche noch einen schönen Tag!

Montag, 8. Oktober 2007

Eine Serie läuft noch!

Wer hätte vor dem Start der Playoffs damit gerechnet, dass nach den ersten drei Spielen der LDS nur noch eine Serie läuft? Drei Sweeps sind eigentlich unglaublich, wenn man bedenkt, wie ausgeglichen die Mannschaften doch sind oder besser sein müssten. Aber nun ist es so und wir müssen damit leben.

Gestern siegten die Boston Red Sox souverän in Anaheim und sind damit schon in der ALCS, wo sie auf ihren Gegner warten, dazu gleich mehr…

Curt Schilling pitchte großartig und ließ in sieben Shutout Innings nur sechs Hits und einen Walk zu, während sein Gegenüber Jered Weaver in fünf Innings auch recht gut aussah und sogar nur vier Hits abgab, allerdings waren zwei davon "Back-to-Back" Home Runs von David Ortiz und Manny Ramirez! Wobei wir schon wieder beim Mysterium Red Sox Offense sind, denn obwohl sie eigentlich nur zwei wirklich gute Hitter haben, sind sie so dominant. Denn wer außer den beiden überzeugt denn auf konstantem Niveau? Vielleicht noch Mike Lowell, aber dann war es das auch schon. Beeindruckend ist vor allem "Big Papis" ALDS-Statistik: Er schlug .714 (!!!) mit zwei Home Runs, drei RBI, fünf Runs und sechs Walks! Er alleine hätte also gereicht, diese Serie zu gewinnen…

Und dann wären da noch die Yankees, die gestern zumindest mal ihr erstes Heimspiel gewannen und damit ein Spiel vier bekommen, das heute Nacht um 1:30 Uhr MESZ steigt. Allerdings begann Spiel drei wenig verheißungsvoll, denn schon im dritten Inning musste Roger Clemens mit einer Oberschenkel-Verletzung (nein, ich habe immer noch keine sinnvolle Übersetzung für "Hamstring" gefunden!) das Spiel verlassen. Er gab in 2 1/3 Innings drei Runs ab und beendete sein Outing mit einem Strikeout. Übrigens Kompliment an Joe Torre, denn dieses Mal hat er früh gemerkt, dass sich sein Pitcher nicht wohlfühlt und reagierte sofort. In Spiel eins hielt er lieber an Wang fest, obwohl auch der nicht gut aussah…

Als Ersatz kam Yankee Hoffnungsträger Phil Hughes, der 3 2/3 Shutout Innings pitchte und damit das Team im Spiel hielt. Die Yankees lagen im fünften Inning 3:1 hinten und kamen nach einem Cabrera Single auf 3:2 heran mit einem Out und Läufern auf den Ecken. Johnny Damon trat an die Platte und hämmerte einen Pitch von Jake Westbrook über die Mauer im Right Field – Three-Run-Home Run und Führung für die Yankees! Im sechsten Inning schaffte dann Robbie Cano einen Base Hit ins Right Field bei Bases Loaded. Trot Nixon ließ den Ball unter sich durchrollen und die Yankees erzielten drei weitere Runs für eine 8:3 Führung nach Sechs. Den Rest besorgten dann Joba Chamberlain und Mariano Rivera in drei Innings, so dass die Yankees letztlich 8:4 gewannen und heute Abend die Chance haben, den Ausgleich in der Serie zu erzielen und diese nach Cleveland zurückzubringen.

Zum Schluss sei noch erwähnt, dass Alex Rodriguez in diesem Oktober nicht ohne Hit bleiben wird, denn er ging 2-4 und erzielte sogar einen Run! Dann noch ein kleiner Ausblick auf Spiel vier, wo noch offen ist, wer für die Yankees startet. Die Alternativen heißen Mike Mussina und Chien-Ming Wang nach verkürzter Pause. Da er aber nicht gerade lange in Spiel eins verharrte und zu Hause deutlich besser ist als auswärts, halte ich diese Variante durchaus für möglich.

Bei den Indians wird Paul Byrd den Ball bekommen und ist ähnlich wie Westbrook ein Finesse-Pitcher ohne großartigen Fastball, also wie geschaffen für die Yankee Hitter…

Sonntag, 7. Oktober 2007

Zwei Sweeps in der NLDS

Das waren ziemlich kurze Angelegenheiten in der National League Division Series 2007, es gab nur das Minimum von drei Spielen für beide Serien und es hat sich im Prinzip das bewahrheitet, was viele Experten (und ich selbst) immer wieder predigen: Pitching, Pitching, Pitching!

In der Rockies-Phillies Serie ließen die Rockies nur in Spiel zwei mit fünf recht viele Runs zu. Spiel eins gewannen sie hingegen 4:2 und Spiel drei 2:1. Jeff Francis, der Bullpen in Spiel zwei und Rookie Ubaldo Jimenez gestern lieferten großartige Leistungen ab und gaben den Phillies keinen Grund zur Freude! Bemerkenswert ist zudem, dass Colorado offensiv nicht auf einen bestimmten Spieler angewiesen war, sondern von vielen verschiedenen Leuten große Momente bestaunen konnte. Und überhaupt muss man sagen, dass es wenig an der Leistung des Teams aussetzen kann, denn ein Sweep spricht natürlich Bände…

Die Phillies dagegen haben eine große Chance verpasst, denn erstmals seit so langer Zeit gewannen sie die NL East vor den Braves und Mets und dann ging nichts mehr in der Postseason. Sie hätten mit diesen Spielern durchaus weit kommen können, doch irgendwie kam keiner in die Serie, so dass dieses frühe Ende nur folgerichtig war.

Und in der Serie zwischen Arizona und Chicago sah man im Prinzip das gleiche Prinzip: Gutes Pitching kann gutes Hitting aushebeln und genau das taten die Pitcher der Diamondbacks mit der sonst so explosiven Offense der Cubs! Die drei Starting Pitcher der "D-Backs" ließen in insgesamt 18 2/3 Innings nur sechs Runs zu und gingen 3-0. Auf Seiten der Cubs legte nur Carlos Zambrano in Spiel eins einen Quality Start hin, ließ in sechs Innings nur einen Run zu, Ted Lilly und Rich Hill hingegen überstanden nicht mal das vierte Inning…

Offensiv muss man vor allem Stephen Drew hervorheben, denn er schlug .500 in der Serie und hatte dabei zwei Home Runs. Auf Seiten der Cubs machte dagegen Aramis Ramirez den "A-Rod" und ging "0-for-October". Und so wird der "Curse of the Billy Goat" mind. noch ein Jahr länger anhalten!

Freitag, 5. Oktober 2007

Yankees in Zugzwang

Heute steht uns ein reiner American League Tag bevor und in beiden Serien könnte heute schon eine Vorentscheidung fallen.

ALDS, Game 2: New York Yankees vs Cleveland Indians (CLE lead 1-0)

Andy Pettitte (LHP) vs Fausto Carmona (RHP)

Nach der haushohen Niederlage gestern, müssen die Yankees schnell auf die Beine kommen. Alex Rodriguez hat immer noch keinen Hit und die größte Tugend der Yankees, die Geduld, scheint ihnen auch abhanden gekommen zu sein.

Die gute Nachricht ist aber, dass mit Andy Pettitte der zuverlässigste "Stopper" des Teams heute auf dem Mound steht. Die Yankees müssen gewinnen und die Grundlage dafür ist natürlich gutes Pitching, was man in Spiel eins nicht gesehen hat. Pettitte gewann seine letzten sechs Decisions und gewann seinen einzigen Start gegen die Indians in dieser Saison.

Bei den Indians steht mit Fausto Carmona der zweite Cy Young Kandidat des Teams bereit. Er ging in der Saison 19-8 mit einem 3.06 ERA und 137 Strikeouts in 215 Innings. Gegen die Yankees ist er in dieser Saison in zwei Starts 0-1 mit einem ERA über 4.00, doch das war zu einer Zeit, in der er noch nicht die Form hatte, die er jetzt aufzeigt...

Da hier ja einige Prognosen wollen, bitte schön: Ich sage, die Yankees gewinnen dieses Spiel, weil Pettitte super pitcht und die Offense in Schwung kommt!

ALDS, Game 2: Los Angeles Angels of Anaheim vs Boston Red Sox (BOS lead 1-0)

Kelvim Escobar vs Daisuke Matsuzaka

Zweites Heimspiel für die Red Sox und beide Teams schicken ihre Pitcher mit den meisten Pitches ins Rennen.

Kelvim Escobar spielte seine erste volle Saison seit Jahren und ging 18-7 mit einem 3.40 ERA und 160 Strikeouts in 195 Innings. Er war lange Zeit ein Cy Young Kandidat, musste dann aber langsamer machen, da er eben aufgrund seiner vielen früheren Verletzungen nie eine volle Saison spielen konnte. Man gab ihm also einige Ruhepausen zuletzt und hofft nun, dass er rechtzeitig zu den Playoffs wieder Topform erreicht.

Für die Red Sox startet Daisuke Matsuzaka, der geschätzte acht Pitches hat, aber im Prinzip leicht auszurechnen ist, denn die Saison hat gezeigt, dass er sehr viele Pitches wirft, aber selten Strikes! Es wird also auf Geduld ankommen für die Angels, denn das ist der beste Weg, "Dice-K" zu schlagen! Und wenn sie Base Runner bekommen, werden die Angels laufen, denn der Japaner hat eine sehr langsame Delivery, so dass Steals gegen ihn gute Aussichten auf Erfolg haben...

Meine Prognose ist also, dass die Angels Spiel zwei gewinnen, wenn sie einen guten Start von Escobar bekommen und gegen Matsuzaka geduldig sind.

Los geht es heute um 23:00 Uhr, schaltet also rechtzeitig ein!

Yankees erbärmlich

Die Yankees sind schon ein lustiger Haufen! Warum? Darum:

1. Wer darf Spiel 1 pitchen? Ein Pitcher, der auswärts mehr als doppelt soviele Runs zulässt als zu Hause, wodurch er eigentlich prädestiniert wäre, Spiel 3 zu Hause zu pitchen - aber wieso? Dann hätte er ja nicht in Spiel 1 völlig versagen können!

2. Wenn ich zu Hause vor der Glotze sitze und sehe, wie massivst dieser Pitcher die Ziele (Posadas Handschuh) verfehlt, dann frage ich mich, wieso das die hochbezahlten Verantwortlichen nicht sehen, denn sonst hätten sie ihn eigentlich nach drei Innings entfernen müssen, anstatt ihn dann komplett auseinanderbrechen zu lassen!

3. Die Schlüsselszene war für mich eindeutig der 3-1 Pitch bei Bases Loaded mit Posada an der Platte. Der war höher als Posadas Kopf und somit ein klarer Ball - wieso in Gottes Namen schwingt Posada darauf, wo er doch weiß, dass Sabathia mächtig am Schwimmen ist? Damit hat er Sabathia wieder ins Spiel geholt und die mögliche Rally (ein Walk hätte das Spiel ausgeglichen und wohl Sabathia aus dem Spiel geworfen) verunmöglicht!

Das sollte reichen! Jetzt steht man mit dem Rücken zur Wand und muss heute gewinnen, ansonsten ist Feierabend...

Donnerstag, 4. Oktober 2007

Aces trumpfen auf und Yankees starten heute

Bevor wir auf die heutigen Paarungen schauen, ein kleiner Blick auf gestern…

Rockies setzen Siegesserie fort

Dieses Spiel war ein klassisches Pitcher Duell, denn beide Starter legten Quality Starts hin und überzeugten. Phillies' Cole Hamels ließ in 6 2/3 Innings drei Runs zu, Colorados Jeff Francis in sechs Innings nur deren zwei. Und wie ich gestern schon ankündigte, war der Home Run ein entscheidender Faktor! Die Phillies erzielten ihre beiden Runs auf diese Weise – Aaron Rowand und Pat Burrell schafften "Back-to-Back" Home Runs im fünften Inning, während Matt Holliday bei den Gästen mit seinem Homer gegen Tom Gordon im achten Inning den Deckel auf den 4:2 Sieg legte.

Entscheidend war allerdings meines Erachtens der nervöse Start von Hamels, der nach seinem 1-2-3 Inning im Ersten, im zweiten Inning ein wenig die Kontrolle verlor und nacheinander ein Triple von Todd Helton und dann ein Double gegen Garret Atkins abgab. Aus dieser Rally resultieren drei Runs, die letztlich wohl schon zum Sieg gereicht hätten…

Josh Beckett überragend

Boston Ace Josh Beckett sorgte dafür, dass das erste Spiel der ALDS zwischen den Angels und Red Sox eine sehr kurze Angelegenheit wurde, denn er ließ im gesamten Spiel nur vier Hits zu und pitchte einen Complete Game Shutout mit acht Strikeouts! Auf der anderen Seite schwächelte John Lackey wieder mal gegen die Red Sox, gegen die er auch in der Saison schon große Schwächen zeigte. Und es begann schon im ersten Inning, denn nachdem er Dustin Pedroia ausgemacht hatte, schlug Kevin Youkilis einen Home Run auf das "Green Monster". Weiteren Schaden konnte er abwenden, doch im Dritten war es dann "Big Papi" David Ortiz, der mit seinem Two-Run-Home-Run auf 3:0 erhöhte – Mike Lowell brachte noch Manny Ramirez nach Hause und die Red Sox gewannen ungefährdet 4:0 zum Auftakt.

Rookies und Webb besiegen Cubbies

Wie in den ersten beiden Spielen, sah auch dieses sehr gute Starter. Carlos Zambrano auf Seiten der Cubs schaffte sechs Innings mit einem Run und acht Strikeouts, Cy Young Award Winner Brandon Webb ging sogar sieben Innings mit ebenfalls einem Run und neun "Ks". Und dank seiner Offense bekam er auch den Win, genau genommen seinen ersten im ersten Playoffspiel seiner Karriere!

Das erste offensive Ausrufezeichen im vierten Inning setzte Rookie Shortstop Steven Drew, der einen langen Home Run ins tiefe Right Field schlug. Den Ausgleich schafften die Cubs dann mit einem Single von Shortstop Ryan Theriot bei Bases Loaded. Mehr ließ Webb aber nicht zu, dass nach 6 ½ Innings 1:1 stand. In der zweiten Hälfte des Siebten bekam dann Reliever Carlos Marmol den Ball und gab gleich einen Solo Homer gegen einen weiteren Rookie, nämlich Third Baseman Mark Reynolds ab. Später schlug dann Pinch-Hitter Conor Jackson noch einen Sacrifice Fly, der Catcher Chris Snyder nach Hause brachte. In den letzten beiden Innings gaben dann Brandon Lyon und Closer Jose Valverde keine Hits mehr ab, so dass die Diamondbacks ihr erstes Playoffspiel seit Spiel sieben der World Series 2001 gewannen.

Kommen wir nun zu den heutigen Spielen:

NLDS, Game 2: Colorado Rockies vs Philadelphia Phillies (COL lead 1-0)

Franklin Morales (LHP) vs Kyle Kendrick (RHP)

Die Phillies stehen definitiv unter Zugzwang, denn mit einem 0-2 Rückstand nach Denver zu reisen, ist dieser Tage eher unangenehm. Auf dem Mound stehen sich heute zwei Rookies gegenüber, wobei beide bewiesen haben, dass sie bereit sind für die Majors. Kyle Kendrick sollte im Juni eigentlich nur einen Spot Start gegen die White Sox machen, doch er pitchte so gut, dass er bis heute in der Rotation ist. In 121 Innings (20 Starts) erarbeitete er sich einen 3.87 ERA bei einem Record von 10-4 mit 49 Strikeouts. Morales auf der anderen Seite, hat zwar nur acht Starts absolviert, doch im September ging er 3-0 mit einem 2.88 ERA in fünf Starts und lässt man den ersten gegen die Giants weg, beträgt sein ERA über seine letzten vier Auftritte 1.23!

Sieht also nach dem nächsten Pitcher Duell aus…

ALDS, Game 1: New York Yankees vs Cleveland Indians

Chien-Ming Wang (RHP) vs C.C. Sabathia (LHP)

Die Yankees gehen erstmals seit 1995 wieder als Wild Card Team in die Playoffs, während die Indians zum ersten Mal seit 2001 überhaupt wieder in der Postseason vertreten sind. Und wie könnte man einen Vorbericht auf diese Serie besser beginnen als mit der Frage aller Fragen: Wie wird Alex Rodriguez spielen? Sehen wir den "A-Rod", der die Yankees mit der wohl besten Saison seines Lebens in den Oktober führte oder sehen wir wieder den Alex Rodriguez, der in den letzten beiden Jahren genau drei Hits schaffte? Ich denke, das wird diese Serie entscheiden, denn gehen wir nach der Saisonstatistik, so steht dort zu Buche, dass eine schwache Yankee Truppe alle sechs Spiele gegen Cleveland gewann! Doch wen interessiert schon die Regular Season?!

Heute stehen sich zwei Männer gegenüber, die beide 19 Spiele gewinnen konnten, wobei ihre Stile nicht unterschiedlicher sein könnten. Sabathia hat in diesem Jahr endlich seinen Durchbruch geschafft und ist für mich der erste Anwärter auf den Cy Young Award mit seinem 3.21 ERA über 241 Innings (Bestwert in 2007) und seinen 209 Strikeouts (Record: 19-7). Zudem scheinen die Yankees gegen Linkshänder eher schwach auszusehen in diesem Jahr, wobei Lefties gegen C.C. ohnehin nur .203 schlagen…

Wang hingegen ist eher bekannt für seine Groundballs, denn mit seinem Sinker zwingt er eigentlich jeden, den Ball auf dem Boden zu halten und vor allem, im Ballpark – er gab im ganzen Jahr nur neun Home Runs über 199 1/3 Innings ab! Zudem gewann er zum zweiten Mal in Folge 19 Spiele (7 Niederlagen) und hat damit die meisten in den Majors in den letzten zwei Jahren. Sein ERA ist mit 3.70 noch ein wenig zu hoch, was dadurch zu erklären ist, dass er einige Wochen am Anfang der Saison ausfiel und danach erst langsam seine Topform fand.

Ein Wort noch zum Bullpen, wo ich die Yankees im Vorteil sehe, denn sollten sie mit einer Führung ins siebte oder achte Inning kommen, dürfte nichts mehr schief gehen, denn dann warten Super Rookie Joba Chamberlain mit seinem monströsen 100-MPH Fastball und seinem Mörder Slider und natürlich Mariano Rivera, der mehr Postseason Saves hat, als jeder andere Pitcher in der Geschichte.

Prognosen wage ich hier nicht, denn es dürfte ziemlich eng werden, wobei die Yankees eben die Erkenntnis haben, gegen die Indians die Saison geswept zu haben…

NLDS, Game 2: Chicago Cubs vs Arizona Diamondbacks (ARI lead 1-0)

Ted Lilly (LHP) vs Doug Davis (LHP)

Heute treffen zwei Linkshänder in der Wüste aufeinander, wobei beide als recht verlässlich gelten und ziemlich gute Saisons gespielt haben. Im Baseball spricht man ja gerne von der Wichtigkeit eines sog. "Stoppers", also eines Pitchers, der mögliche Niederlagenserien stoppt oder gleich verhindert. Auf Ted Lilly trifft dies in jedem Fall zu, denn er ist 9-1 in 16 Starts nach einer Niederlage seines Teams und heute wäre wieder so eine Gelegenheit. Lilly ist der ideale Nummer zwei Starter, den sich die Cubs gewünscht haben, als man ihn verpflichtete. Er ging 15-8 in der Saison mit einem 3.83 ERA und 174 Strikeouts.

Doug Davis ging 13-12 und stellte damit eine neue Karrierebestleistung auf, denn er gewann nie zuvor 13 Spiele. Sein 4.25 ERA ist ok für einen Nummer zwei Starter und wenn man bedenkt, dass er ursprünglich für das letzte Saisonspiel vorgesehen war, setzt man sicherlich große Stücke auf ihn. Da man aber schon am Samstag den NL West Titel sicher hatte, wurde er frei und kann nun Spiel zwei gegen die Cubs pitchen.

Wenn ich wetten müsste, würde ich die Cubs für heute picken, denn die Offense muss ja irgendwann aufwachen…

Wie immer wünsche ich viel Spaß bei den Spielen und bis morgen!

Mittwoch, 3. Oktober 2007

Willkommen im Oktober!

Nach sechs aufregenden Monaten des Hoffens und Bangens, geht es für die acht noch verbliebenen Teams der MLB ab heute ums Eingemachte, nämlich um den Einzug in die World Series. Die ersten drei Duelle stehen heute an und ich werde die einzelnen Matchups näher beleuchten.

NLDS, Game 1: Colorado Rockies vs Philadelphia Phillies

Jeff Francis (LHP) vs Cole Hamels (LHP)

Normalerweise würde man hier darauf hinweisen, dass das Momentum hier auf Seiten von Team X liegt, doch da beide Teams eine unglaubliche Aufholjagd hingelegt haben und völlig überraschend das vor ihnen liegende Team überflügeln konnten, kann man sich die Momentumsdiskussion schenken! Es treten hier zwei Teams an, die eine ausgezeichnete Saison gespielt haben und über ziemlich gute Offensivabteilungen verfügen.

Es ist auch das Duell der designierten MVPs, denn sowohl Matt Holliday bei den Rockies, als auch Jimmy Rollins von den Phillies haben gute Karten, diesen Titel mit nach Hause zu nehmen, wobei auch ihre Nebenleute großen Anteil am Erfolg haben. Bei den Rockies nenne ich jetzt mal Shortstop Troy Tulowitzki und First Baseman Todd Helton und bei Phillies den letztjährigen MVP Ryan Howard und natürlich Second Baseman Chase Utley.

Ein großer Faktor wird in dieser Serie sicher der Home Run sein, denn beide Ballparks sind nicht gerade als Pitcher-Parks bekannt! Citizens Bank Park aufgrund seiner Bauweise und Coors Field aufgrund der dünnen Höhenluft und hohen Luftfeuchtigkeit, was den Ball schwerer macht und länger fliegen lässt.

Für Spiel eins sehe ich die Phillies im Vorteil, denn nach der Saison zu urteilen, ist Cole Hamels eine Bank für die "Phils"!

Das Spiel beginnt heute um 21:00 Uhr MESZ in Philadelphia und ihr könnt mit NASN oder MLB.TV live dabei sein!

ALDS, Game 1: Los Angeles Angels of Anaheim vs Boston Red Sox

John Lackey (RHP) vs Josh Beckett (RHP)

Die Red Sox sind erstmals seit 1995 wieder AL East Champions und haben daher auch zuerst Heimrecht, was natürlich ein großer Vorteil ist, denn die Sox sind zu Hause sehr viel starker als auswärts. Jedoch kommt mit den Angels ein Team, dass so gar nicht nach dem Geschmack der Red Sox ist, denn es ist gespickt mit unangenehmen, schnellen Spielern. Sie kommen zur Not mit "billigen" Hits auf Base und machen dann den Eindruck, als wollten sie bei jedem Pitch laufen, was natürlich das Timing vieler Pitcher zerstören kann. Die Red Sox hingegen sind eines der geduldigsten Teams der Liga, sie nehmen mehr Walks als alle anderen Teams und haben mit David Ortiz und dem wiedergenesenen Manny Ramirez zwei der gefährlichsten Power Hitter im Baseball.

Was Power angeht, können die Angels da nicht viel entgegensetzen, doch sie haben Vladimir Guerrero, der auf alles schwingt, was kommt und dann auch noch trifft! Allerdings ist es wahrscheinlich, dass wir ihn nur als DH sehen werden, denn sein aktueller körperlicher Zustand lässt wohl nicht mehr zu. Zudem hat man Garrett Anderson, der die Liga nach dem All Star Break in RBI anführte und eine Reihe weiterer guter Hitter.

Was das Pitching angeht, so gehen beide Teams mit ihrem Ace an den Start, wobei gerade Josh Beckett die beste Saison seiner Karriere gespielt hat und der einzige 20-Game-Winner der Saison ist. John Lackey war nicht wesentlich schlechter als Beckett – eigentlich war er sogar besser, denn mit seinem 3.01 ERA übertrumpft er den Boston Rechtshänder sogar. Zudem gewann er 19 Spiele und ist auch ein starker Cy Young Kandidat neben C.C. Sabathia aus Cleveland.

Beide Teams müssen aber auch auf wichtige Spieler verzichten, denn während bei den Angels Center Fielder Gary Matthews jr. und Pitcher Bartolo Colon ausfallen, müssen die Red Sox auf ihren Knuckleballer Tim Wakefield verzichten.

Prognosen will ich hier nicht abgeben, denn beide Pitcher sind großartig und die Bullpens stark besetzt – das wird spannend! Das Spiel beginnt um 00:30 Uhr unserer Zeit…

NLDS, Game 1: Chicago Cubs vs Arizona Diamondbacks

Carlos Zambrano (RHP) vs Brandon Webb (RHP)

Die D-Backs haben bewiesen, dass man mit starkem Pitching sehr weit kommen kann und vor allem darum sind sie heute Nacht im Einsatz. Bei den Cubs war der Divisionserfolg schon eher wahrscheinlich, denn nach deren Aufrüstung im Winter, konnte man einiges erwarten, auch wenn der Saisonstart völlig verkorkst wurde.

Wenn man beide Teams betrachtet, wird man zu der Erkenntnis kommen, dass bei den Cubs vor allem die Offense im Vordergrund steht, was auch nicht weiter originell ist, denn mit Alfonso Soriano, Derrek Lee und Aramis Ramirez hat man auch Hitter, die ihres Gleichen suchen. Bei Arizona sieht man nicht so viel geballte Offensivkraft, doch dafür viele gute Hitter, die als Team sehr viel erreichen können.

Beim Pitching sehe ich die Diamondbacks vorne, denn hinter Ace Brandon Webb, sind da vor allem viele gute junge Pitcher wie Micah Owings, aber auch erfahrene Veterans á la Livan Hernandez oder Doug Davis. Bei den Cubs sieht es ähnlich aus, jedoch haben die nur drei verlässliche Starter, also Carlos Zambrano, Ted Lilly und Rich Hill, was zwar in der Division Series nicht problematisch ist, aber spätestens in der möglichen NLCS zum Problem werden könnte.

Beim Duell Zambrano gegen Webb treffen zwei 18-Game-Winner aufeinander, wobei Webb einen um fast einen Run besseren ERA (3.01 gegenüber 3.95) aufweisen kann. Jedoch lässt das keine Rückschlüsse auf die Klasse von "Big Z" zu, denn er ist ziemlich emotional und kann an guten Tagen wirklich "lights out" pitchen, an schlechten gibt er auch mal fünf Runs in einem Inning ab…

Für heute sehe ich die Diamondbacks im Vorteil, für die Serie bin ich mir nicht so sicher – wir werden sehen. Das Spiel beginnt um 4:00 Uhr in der Nacht zum Donnerstag auf NASN…

Viel Spaß für den ersten Tag der LDS und hoffentlich bis morgen!

Dienstag, 2. Oktober 2007

Rockies schaffen Sensation

Es war erst der siebte Regular Season Tie-Breaker in der Geschichte der Major League Baseball und er war hochklassig bis zum Schluss – der auch auf sich warten ließ…

Die San Diego Padres mussten nach Denver, CO reisen und gegen die Colorado Rockies antreten, nachdem sie zuvor zwei Chancen vergaben, die Wild Card zu clinchen. Und das Spiel begann für sie wenig verheißungsvoll, denn schon nach zwei Innings hatte Jake Peavy drei Runs zugelassen und sah nicht wirklich gut aus in seinem wohl wichtigsten Start der Saison. Doch die Padres kamen zurück und Adrian Gonzalez brachte das Team mit einem Grand Slam Home Run bei einem Out in Front.

Diesen Rückstand verringerten die Gastgeber stetig und gingen dann sogar im sechsten Inning mit 6:5 in Führung. Den abermaligen Ausgleich schafften die Gäste dann im achten Inning gegen Setup Man Brian Fuentes, doch danach ging erstmal nichts mehr. Beide Teams erarbeiteten sich zwar Chancen in Form von Base Runnern, doch konnte dies keiner nutzen, so dass es richtig spät wurde – bei uns also bis nach 6:00 Uhr morgens, in Denver war es etwa 22:00 Uhr…

In der ersten Hälfte des 13. Innings brachte Left Fielder Scott Hairston San Diego dann durch einen Two-Run-Home-Run gegen Jorge Julio mit 8-6 in Front, so dass "Trevor Time" war. Closer Trevor Hoffman kam ins Spiel, um den Padres das Spiel und damit die Playoffs zu sichern, doch mit seinem Auftritt beendete er nicht nur die Partie, sondern auch die Saison der San Diego Padres!

Zunächst erzielte Second Baseman Kaz Matsui ein Lead-Off Double, Rookie Shortstop Troy Tulowitzki brachte ihn mit einem weiteren Double nach Hause. Dann kam der große Auftritt von Matt Holliday, der eine unglaubliche Saison spielt und mit seinem Triple gegen die Mauer im Right Field den Ausgleich reinschlug – es war sein 137. RBI in diesem Jahr und ganz nebenbei sicherte er sich den Batting Titel in der National League mit einem .340 Avg.

Was folgte war ein Sacrifice Fly ins kurze Right Field, Brian Giles fing den Ball, warf ihn zur Home Plate, doch ein heran rutschender Matt Holliday war früher da und die Rockies gewannen das Spiel und die Wild Card!

Trevor Hoffman, für den die Saison so verheißungsvoll anfing mit seinem 500. Save, war in den letztenden Spielen eher die Schwachstelle des Teams, denn schon am letzten Samstag, als man in Milwaukee führte und die Wild Card clinchen konnte, versagte er und ermöglichte den Ausgleich – das Spiel verlor man dann auch in Extra Innings.

Doch so schade das auch ist für die Padres, so beeindruckend ist es auch für die Colorado Rockies, die von ihren letzten 14 Spielen, 13 gewannen und sogar eine elf Spiele andauernde Siegesserie hinlegten. Und mit Matt Holliday haben sie sogar einen großen Anwärter auf den MVP Titel, der wohl entweder an ihn oder an Jimmy Rollins von den Phillies gehen wird – apropos Phillies: Sie sind der nächste Gegner der Rockies und zwar schon am morgigen Mittwoch ab 21:00 Uhr MESZ im Citizens Bank Park in Philadelphia, PA.

Mehr dazu dann morgen, wenn wir die ersten Matchups beleuchten…

Montag, 1. Oktober 2007

Phillies gewinnen NL East, Padres müssen nachsitzen

Bis vor einer Woche war es noch undenkbar, doch gestern wurde es Realität! Die Philadelphia Phillies gewinnen die National League East, während die New York Mets, die für viele der absolute Topfavorit in der NL waren, mal wieder einen Oktober frei haben.

Die Entscheidung fiel erst am letzten Spieltag, was den Zweiflern wieder mal beweist, dass 162 Spiele eben doch sinnvoll sind im Baseball! Die Phillies schlugen die Washington Nationals zu Hause mit 6:1 hinter einer guten Leistung von Starter Jamie Moyer und dem Bullpen, vertreten durch Tom Gordon, J.C. Romero und Brett Myers. Fast gleichzeitig verspielten die Mets ihre letzte Chance zu Hause gegen die Marlins und das schon im ersten Inning, denn Starter Tom Glavine erwischte einen erbärmlichen Tag und schaffte es, nur einen Spieler auszumachen, gab aber sieben Runs ab. Letztlich konnten sich die Mets davon nicht erholen und verloren am Ende 8:1.

Die andere noch ausstehende Entscheidung wurde aber vertagt, denn die San Diego Padres verloren ihr Spiel gegen die Milwaukee Brewers deutlich, während die Colorado Rockies zu Hause den NL West Champion Arizona schlugen, womit nun die Padres und Rockies nach 162 Spielen eine Bilanz von 89-73 haben, so dass es heute Nacht um 1:37 Uhr in Denver, CO ein Entscheidungsspiel geben wird. Für die Padres pitcht der designierte Cy Young Award Winner Jake Peavy, für die Rockies bekommt Josh Fogg den Ball.

Ansonsten sei gesagt, dass die Playoffs am Mittwoch losgehen und dass dann in jedem Fall beide NLDS Duelle steigen, also Chicago gegen Arizona und das Wild Card Team gegen die Phillies, sowie das ALDS Duell zwischen den Angels und den Red Sox. Am Donnerstag beginnt dann auch die Yankees – Indians Serie. Mehr zu den einzelnen Matchups berichte ich dann, wenn alle Duelle stehen…

Sonntag, 30. September 2007

Padres Niederlage könnte zum Chaos führen…

Bevor wir aber zum möglichen Chaos kommen, erst noch ein paar Worte zu gestern:

Die Phillies verloren in Washington und die Mets verprügelten (auch zweimal wirklich) die Marlins, so dass beide Teams nun mit der gleichen Bilanz dastehen – da soll noch einer behaupten, 162 Spiele in der Saison wären zu viel!

Und auch die Diamondbacks wollen offenbar noch nicht feiern, denn sie verloren gegen Colorado und müssen weiterhin auf ihre zweite NL West Krone warten. Doch im Gegensatz zur Konkurrenz sind sie ja schon sicher im Oktober. Die Padres verloren gestern in Milwaukee und verpassten damit ihre erste Gelegenheit, die Wild Card sicherzustellen, heute haben sie noch einmal die Chance, sollten sie aber verlieren, könnte das im Titel angedeutete Chaos eintreten…

Es könnte durchaus passieren, dass am Ende des Tages vier Teams mit gleichem Record dastehen und um die Wild Card buhlen. Sollten New York und Philadelphia ihre Spiele gewinnen, stünden sie bei 89-73 und würden somit zunächst am Montag ein Spiel in Philly austragen, um den Sieger der NL East zu ermitteln. Würden nun die Padres verlieren, müssten sie gegen den Verlierer dieses Spiel antreten. Und sollte dann auch noch Colorado gegen Arizona gewinnen, wären sie ebenfalls mit im Bunde und es käme zu einem Mini-Turnier mit drei Teams – aber sagen wir es so, wie dieses genau aussehen würde, wäre jetzt zu kompliziert und ich hoffe einfach, dass es nicht dazu kommt, denn es wäre ziemlich kryptisch…

Es lohnt sich heute also in jedem Fall, ein Auge auf die MLB zu werfen, denn da können heute Träume zerplatzen (oder wahr werden) und ganze Saisons hängen an einem Spiel – das muss man einfach sehen!

Samstag, 29. September 2007

Partytime in der MLB

Es gibt einiges zu feiern, denn seit gestern stehen auch in der National League ein paar Playoffteilnehmer fest. Doch beginnen wollen wir mit der American League…

Red Sox gewinnen AL East!

Die Boston Red Sox konnten ihren Vorsprung am Ende doch über die Zeit retten und gewannen ihr Spiel gegen die Minnesota Twins zu Hause und profitierten von der überraschenden Niederlage der Yankees in Baltimore. Die Yankees verloren nach einer 9:6 Führung im neunten Inning, da Mariano Rivera einen rabenschwarzen Tag erlebte und den Ausgleich zuließ. Die Entscheidung fiel dann im zehnten Inning.

Somit haben wir im Prinzip schon Klarheit über die Division Series Duelle, denn aufgrund der Tatsache, dass die Red Sox die AL East gewannen und die Yankees die Wild Card, wird Boston aller Voraussicht die Los Angeles Angels empfangen, während New York nach Cleveland zu den Indians reisen dürfte.

Cubbies wieder im Oktober

Zum ersten Mal seit Spiel sieben der National League Championship Series 2003 wird es im Wrigley Field wieder Baseball im Oktober geben. Die Chicago Cubs gewannen ihr Auswärtsspiel bei den Cincinnati Reds mit 6:0 hinter einer starken Pitching Leistung von Carlos Zambrano, der sieben Shutout Innings pitchte. Milwaukee verlor zeitgleich gegen San Diego und die Cubs stehen somit als NL Central Champion fest. Lou Piniella hat also gleich in seinem ersten Jahr in Chicago die Playoffs zurück gebracht – mal sehen, was nun noch folgt…

Arizona sichert Playoffs

Die Arizona Diamondbacks haben zwar noch nicht ihre Division gewonnen, aber durch ihren Sieg in Colorado sicherten sie zumindest schon mal eine mögliche Wild Card, zum Sieg im Westen fehlen aber noch zwei Siege oder ein Sieg und eine Niederlage der Padres.

Phillies nun alleine an der Spitze

In Philadelphia kann man zwar noch nicht feiern, doch freuen sollte erlaubt sein. Die Phillies gewannen zu Hause gegen die Washington Nationals, während sich die New York Mets zeitgleich eine weitere Niederlage einfingen, dieses Mal zu Hause gegen die Florida Marlins. Somit liegen die Phillies nun ein Spiel vor den Mets in der NL East und die Magic Number der "Phils" beträgt zwei…

San Diego vor Gewinn der Wild Card

Zum Schluss sei noch erwähnt, dass die Padres noch genau einen Sieg benötigen, um die Wild Card zu clinchen, denn dank der Niederlagen der Rockies und Mets, ist der Vorsprung auf zwei Spiele angewachsen und die Magic Number auf eins geschrumpft.

Danke fürs Lesen und schaut wieder rein!

Freitag, 28. September 2007

Phillies und Mets nun gleichauf

Vor nicht einmal zwei Wochen lagen die New York Mets noch ganz klar mit 5 ½ Spielen Vorsprung auf Platz eins in der National League East, doch seit gestern, seit New Yorks Niederlage zu Hause gegen die St. Louis Cardinals und des 6:4 Sieges der Philadelphia Phillies gegen John Smoltz und die Braves, sind beide Teams genau gleichauf.

Während sich die Mets noch fragen, wie das passieren konnte, strotzen die Phillies nun nur so vor Selbstvertrauen und empfangen nun für die letzten drei Spiele der Regular Season die Washington Nationals, die in dieser Woche einen Sweep gegen die Mets schafften. Die Mets ihrerseits empfangen die Florida Marlins, die ebenfalls in guter Form sind und die Chicago Cubs vor arge Probleme stellten.

In der NL Central sind die Cubs aber trotzdem noch mit zwei Spielen vorne, denn die Schwächephase des Gegners konnten die Verfolger aus Milwaukee nicht nutzen, sie verloren auch ihre letzten beiden Spiele…

Im Westen sitzen die Arizona Diamondbacks weiterhin ein Spiel vor den San Diego Padres auf Platz eins, die Colorado Rockies, die gerade ihr elftes Spiel in Serie gewannen, haben ein weiteres Spiel Rückstand auf die Spitze.

Und in der Wild Card führen die Padres mit einem Spiel vor den Rockies, den Mets und den Phillies, während Milwaukee auf diese Hintertür keine Chance mehr hat.

Zum Schluss noch ein Blick auf die American League, in der immer noch nicht entschieden ist, wer die AL East gewinnt. Die Yankees gewannen mit der Reserve gegen die Devil Rays, während die Red Sox zu Hause gegen die Twins verloren, so dass deren Vorsprung und Magic Number bei zwei steht.

Donnerstag, 27. September 2007

Noch vier Tage…

Noch vier Tage dauert die Regular Season 2007 an und seit gestern Nacht steht das Teilnehmerfeld der American League, denn die New York Yankees haben ihren Pflichtsieg eingefahren, um einen Playoffplatz zu clinchen. Sie gewannen bei den Tampa Bay Devil Rays mit 12-4 und sind damit genauso im Oktober aktiv wie die Angels, Indians und Red Sox, offen ist nur noch, wer die AL East und wer die Wild Card gewinnt…

Schaut man aber auf die National League, so wird man schnell feststellen, dass hier noch niemand auch nur annähernd aufatmen kann!

Im Osten führen die Mets nur noch mit einem Spiel vor den Phillies, in der NL Central liegen die Cubs zwei Spiele vor den Brewers und im Westen haben die Diamondbacks nur noch ein Spiel Vorsprung auf die Padres und zwei auf die Rockies. Die Wild Card sieht ähnlich chaotisch aus, denn hier führen die Padres mit einem vor den Rockies und den Phillies, wobei Atlanta mit vier Spielen Rückstand zumindest noch theoretisch im Rennen ist.

Ich könnte jetzt auf mögliche Tie-Breaker Szenarios eingehen, doch da dies zu noch mehr Verwirrung führen würde, warte ich damit, bis es akut wird…

Montag, 24. September 2007

Erste Entscheidungen sind gefallen

Wir beginnen heute die letzte Woche der Regular Season 2007 und seit gestern stehen schon einige Playoff-Teams fest.

Drei von vier in der AL klar

Am Samstag sicherten sich die Boston Red Sox mit ihrem Comeback Sieg in St. Petersburg, FL gegen die Devil Rays den ersten Playoffspot der American League, denn zumindest die Wild Card ist ihnen nicht mehr zu nehmen.

Gestern zogen dann die Indians und Angels nach, die jeweils ihre Division gewannen, wobei die Indians zum ersten Mal seit 2001 wieder die Saison als Sieger der AL Central abschließen.

Einzig offen ist zumindest mathematisch noch der letzte Platz, um den sich noch die Yankees und Tigers streiten, wobei die Yankees nur noch zwei Siege benötigen, um die Wild Card zu clinchen – und da sie nur noch 1 ½ Spiele hinter den Sox stehen, wird es in dieser Woche wohl noch ein spannendes Rennen um die AL East Krone geben…

Noch nichts sicher in der NL

Anders als in der American League, hat sich in der National League noch kein Team für die Postseason qualifiziert und es geht überall noch recht eng zu.

In der NL East führen die Mets mit 2 ½ Spielen vor den Phillies, wobei die Mets noch ein Spiel mehr bestreiten müssen. Und auch wenn die Mets gerade viele Möglichkeiten aufzeigen, Spiele zu verlieren (der Bullpen präsentiert sich durchweg katastrophal), läuft es auf den zweiten NL East Titel in Folge für die Mets hinaus.

In der NL Central liegen die "Cubbies" 3 ½ Spiele vor den Brewers, denen so langsam die Luft ausgeht. Die Magic Number der Cubs beträgt vier, so dass es nicht mehr lange dauern könnte, bis sie ihren Titel eintüten.

Im Westen sieht es aus wie im Osten, die Diamondbacks führen mit 2 ½ vor den Padres, wobei hier die Mönche noch ein Spiel mehr haben. Die Rockies sind zwar auch noch da, doch vier Spiele Rückstand sind schwer wettzumachen in so kurzer Zeit…

Die Wild Card sieht dagegen noch sehr spannend aus, denn hier führen die Padres nur mit einem halben Spiel vor den Philles und auch die Rockies sind 1 ½ Spiele zurück – ja sogar die Braves haben mit 3 ½ Spielen keinen unüberwindlichen Rückstand!

Man sieht also, diese Rennen sind noch interessant und außerdem geht es ja darum, wer in den Playoffs gegen wen antritt, was mind. genauso viel Spannung verspricht…

Samstag, 22. September 2007

Barry Bonds muss Giants verlassen

Und schon haben wir die Meldung des Wochenendes, denn gestern Abend verkündete Giants Besitzer Peter McGowan, dass sein Star keinen neuen Vertrag bekommen wird.

Natürlich hatte der Besitzer auch lobende Worte übrig für den Spieler, der in seiner Giants-Zeit fünfmal zum MVP der National League gewählt wurde und zudem beide relevanten Home Run Rekorde brach, doch man kam zu der Erkenntnis, dass es Zeit wäre, etwas anderes zu tun.

"Etwas anderes" bedeutet hier sicherlich, man will auf jüngere Spieler setzen und es stellt sich natürlich die Frage, wer ihn als Star ersetzen wird, zumal man ja nun 20 Mio. $ mehr zur Planung hat – ein Name, der nun sicher wieder kursieren wird, ist Alex Rodriguez, der seinen Vertrag ja auflösen könnte nach der Saison. Doch ohne zu weit in die Zukunft blicken zu wollen, dürfte die Tendenz klar sein: Es müssen Spieler kommen, die zum einen viel jünger sind und zum anderen eine nicht ganz so große Medienpräsenz genießen, sprich, sie sollten ein etwas kleineres Ego haben! Meiner Meinung nach täten die Giants gut, nicht nur einen absoluten Topspieler zu verpflichten, sondern eher mehrere gute Spieler zu holen, denn diese Saison zeigte einmal mehr, dass es nach Bonds einfach an Konstanz und Explosivität fehlte.

Für Barry Bonds heißt dieser Abschied aber auch, dass er ohne ein schlechtes Gewissen den Fans in San Francisco gegenüber zu haben, in die American League wechseln könnte, wo er als Designated Hitter sich ganz auf die Offensive konzentrieren könnte, nachdem er im Outfield zuletzt eigentlich nur noch Kräfte ließ und nicht mehr annähernd so gut war wie in früheren Tagen, was kein Wunder ist, zumal er 43 ist und Knieprobleme hatte und hat…

Über mögliche Teams will ich jetzt noch gar nicht schwadronieren, aber ich bin mir sicher, dass es einige Möglichkeiten und Interessenten geben dürfte für den vielleicht größten Home Run Hitter aller Zeiten!

Donnerstag, 20. September 2007

Nr. 200 für Pettitte bringt Yankees weiter nach vorn

Der verlorene Sohn kehrte vor der Saison zurück, um an alte Erfolge anzuknöpfen und offenbar ist er auch dieses Mal ein großer Teil dabei…

Andy Pettitte gewann gestern Nacht gegen die Baltimore Orioles (2:1) das 14. Spiel in dieser Saison und damit sein 200. insgesamt, womit er der erste von den Yankees gedraftete Spieler ist, der 200 Wins eingefahren hat – wahrlich eine großartige Leistung! Und es hätte nicht besser laufen können, denn nachdem Andy nach 7 2/3 Innings, in denen er nur einen Run abgab, das Feld verlies, kam erstmals überhaupt Rookie Sensation Joba Chamberlain in ein laufendes Inning, fackelte nicht lange und zwang O's Third Baseman Melvin Mora zu einem Strikeout nach vier Pitches. Und dann kam ein weiterer Pitcher, der wie Pettitte 1995 sein Big League Debüt bei den Yankees gab, nämlich Mariano Rivera, der die Sache allerdings noch einmal spannend machte und sich die Bases lud, bevor er dann das Spiel mit einem Strikeout gegen Scott Moore beendete.

Das wiederum war sein 30. Save der Saison, wodurch er nun schon zum elften Mal in Folge mind. 30 Saves sammelte! Doch zurück zu Andy Pettitte, der in dieser Saison nun 14-8 ist mit einem 3.79 ERA und 140 Strikeouts, mit denen er die Yankees anführt. All Time hat er mittlerweile mit 163 Siegen den siebten Platz bei den Yankees eingenommen und steht nur noch einen Sieg hinter seinem Ex-Pitching-Coach Mel Stottlemyre, bei den Strikeouts liegt er sogar auf Platz fünf, passenderweise genau vor letzterem.

Nach diesem Sieg haben die Yankees nun drei 200 Game Winners mit Rocket (354), Mike Mussina (249) und eben Nr. 46 (200)…

Da die Red Sox gerade gewaltig schwächeln und einen Sweep in Toronto hinnehmen mussten, sind es nun nur noch 1 ½ Spiele Rückstand oder sogar nur eine Niederlage Abstand auf den Erzrivalen – das verspricht also eine extrem spannende Woche zu werden!

Sonntag, 9. September 2007

A-Rod schreibt Geschichte

"Es ist deine Liga – wir spielen nur in ihr." Solche Sprüche darf sich Alex Rodriguez zurzeit von seinen Teamkollegen anhören und das absolut zu Recht, denn was er in dieser Saison zeigt, kann man nicht besser in Worte fassen!

Gestern Nacht bei den Kansas City Royals schlug er seine Home Runs Nr. 50 und 51 und ging damit gleich mehrfach in die Geschichte ein. Doch bevor wir zum historischen kommen, erstmal die Aktualität: Rookie Pitcher Brian Bannister lag insgesamt dreimal zurück im Count gegen A-Rod, beim ersten Mal verteilte er einen Walk, doch in den beiden At-Bats danach präsentierte er sich angriffslustiger und wurde prompt bestraft! Den ersten Homer schlug Rodriguez über die Mauer im Center Field und den zweiten in den Yankee Bullpen im Left Field.

Kommen wir nun zum geschichtlichen Teil. Alex Rodriguez ist erst der vierte Spieler überhaupt in der großartigen Geschichte der New York Yankees, der 50 und mehr Home Runs in einer Saison geschlagen hat. Die anderen waren die Legenden Babe Ruth und Mickey Mantle, sowieso der Rekordhalter für Home Runs in einer Saison in der American League, Roger Maris, der im Jahr 1961 61 Home Runs schlug. Des Weiteren ist A-Rod der erste Rechtshänder, der 50 Long Balls für die Yankees schaffte und hält nun übrigens auch den Major League Rekord für Home Runs eines Third Baseman. Diese Zahl liegt allerdings "nur" bei 49, denn zwei seiner Big Shots schlug er als DH und zwar am letzten Mittwoch gegen die Mariners im siebten Inning. Er übertraf damit sich selbst, sowie Phillies Hall of Famer Mike Schmidt und Adrian Beltre, der 2004 für die Dodgers 48 schaffte.

Was soll man dazu noch sagen – außer MVP?! Nebenbei sei gesagt, dass er ja noch bis Ende September Zeit hat und er hat jetzt 51, bräuchte also noch zehn Home Runs, um den AL Rekord zumindest einzustellen und wenn er diese Pace beibehält, könnte er das auch schaffen, wobei er aber auch jetzt schon eine der besten Saisons aller Zeiten zusammenspielt, denn er steht aktuell bei 51 Home Runs, 138 RBI, 130 Runs und einem Avg. von .317 – ach ja, 22 Stolen Bases kommen noch oben drauf…

Hoffentlich zeigt er diese Leistung auch im Oktober…

 

Sonntag, 2. September 2007

Buchholz stiehlt allen die Show

Wer meinen Blog regelmäßig liest, weiß ja, dass ich besonders gern gute Pitching Leistungen herausstelle und da dachte ich mir gestern Abend noch, dass ich heute mal über das Debüt von Yankee Prospect Ian Kennedy referieren werde, der da weitermachte, wo er in den Minors aufhörte, nämlich mit dominantem Pitching. Dann hätte man auch noch Jake Peavys große Leistung gegen die Dodgers hervorheben können, denn der pitchte sieben Shutout Innings mit nur drei Hits und neun Strikeouts, aber auch das ist nichts gegen die Leistung von Red Sox Rookie Clay Buchholz, der gestern erst seinen zweiten Start überhaupt hatte…

Die Red Sox verloren die letzten vier Spiele, darunter drei gegen den Erzrivalen, die Yankees, doch ihr Pitching war selbst in diesen Spielen ganz gut, aber am Samstag gegen die Baltimore Orioles, da war es überragend! Der erst 23-jährige Texaner Buchholz, der als das Pitching Prospect der Sox gilt, cruiste durch die Lineups der Orioles, das so viele gute Hitter hat, wie etwa Miguel Tejada, Nick Markakis, Brian Roberts oder eben Corey Patterson. Aber weder die, noch irgendwer anders in einer Orioles Uniform, konnten etwas gegen ihn zu Stande bringen. Buchholz lies drei Walks zu, einen neutralisierte man durch ein Double Play und einen weiteren durch einen Pickoff an der ersten Base – Buchholz erwischte Roberts.

Brenzlich wurde es eigentlich nur im sechsten Inning, als Second Baseman Dustin Pedroia nach einem Groundball von Miguel Tejada durch die Mitte hechten musste. Er bekam ihn, feuerte ihn zu Kevin Youkilis an der ersten Base und machte so den bäuchlings heran rutschenden Shortstop der "O's" aus.

Das Spiel beendete Buchholz dann mit seinem neunten Strikeout durch einen schönen Curveball gegen Markakis. Dann stand Fenway Park Kopf und der Rookie hatte einen No-No in seinem zweiten Spiel überhaupt!

Es war der 17. No-Hitter in der Geschichte der Boston Red Sox, womit sie nun vor den Chicago White Sox (Mark Buehrle hatte dieses Jahr auch schon einen) die meisten in der Geschichte der American League haben. Die meisten überhaupt haben die Dodgers mit 20. Buchholz ist außerdem der 21. Rookie überhaupt, der einen No-No gepicht hat und der zweite, der dies in seinem zweiten Start schaffte – der erste war Wilson Alvarez im Jahr 1991 für die White Sox und zwar in Baltimore! In der American League ist er zudem der 11. Rookie, der einen No-No pitchte. Der letzte Rookie No-Hitter passierte im Übrigen im letzten Jahr, als Anibal Sanchez von den Florida Marlins die Arizona Diamondbacks kaltstellte.

(Das verwendete Bildmaterial unterliegt dem Copyright von ESPN.com)

Dienstag, 28. August 2007

Groß Reinemachen in Houston

In einem doch recht überraschenden Schritt hat Houston Astros Besitzer Drayton McLane Manager Phil Garner und General Manager Tim Purpura entlassen. Als Ersatz fungieren erst einmal Bench Coach Cecil Cooper als Manager und Team Präsident Tal Smith als GM.

Garner war erst im Laufe der 2004 Saison zum Manager ernannt worden und führte das Team damals überraschend über die Wild Card in die Playoffs, wo man erst in der NLCS an den Cardinals scheiterte. Und im Jahr darauf gewann man sogar die National League und unterlag erst in der World Series – der ersten für die Astros – gegen die Chicago White Sox. 2006 erreichte man nicht die Playoffs und in diesem Jahr läuft man unter ferner liefen, aber bei Phil Garner würde ich die Schuld an der aktuellen Misere nicht suchen, denn er hatte eigentlich wenig Einfluss auf die schlechten Leistungen seines Teams.

Anders sieht es aber aus, wenn man auf Tim Purpura schaut, denn als GM hat er die Personalpolitik zu verantworten und da steht dann z. B. zu Buche, dass man Andy Pettitte zu den Yankees gehen lassen hat, obwohl man die Chance hatte, ihn günstiger zu bekommen, als die Yankees dann am Ende bezahlt haben bzw. noch bezahlen, doch man entschied sich dagegen und verlor damit gleich auch noch seinen besten Kumpel, Roger Clemens, bei dem eigentlich klar war, dass er ohne Pettitte nicht nach Houston zurückkehren würde. Man verlor also zwei Top-Pitcher und musste dann auch noch gute Prospects abgeben, um halbwegs vergleichbaren Ersatz zu bekommen, was aber deutlich nach hinten losging, wie man jetzt sieht. Und auch die Verpflichtung von Carlos Lee für über 100 Mio. $ erscheint nicht erst jetzt als fraglich, denn so viele gute Jahre hat er schon aufgrund seiner Statur nicht mehr drin…

Da man dieses Jahr sowieso abschreiben kann, wird es spannend zu sehen, was man in der Offseason tun wird, um das Team auf eine bessere Zukunft vorzubereiten, denn es muss einige Veränderungen geben.

Montag, 20. August 2007

Santana mit 17 Ks

Ich glaube, Johan Santana ist wieder in Form…

Das Pitching Ace der Minnesota Twins legte am gestrigen Sonntag die beste Leistung der Saison hin und sicherlich eine der besten seiner schon jetzt glorreichen Karriere! Er pitchte brillante acht Shutout Innings gegen die Texas Rangers und lies dabei nur zwei Hits zu, beide gegen Sammy Sosa (ein Double).

Doch der eigentliche Grund für diesen Artikel waren die insgesamt 17 Strikeouts, die nicht nur ein neuer persönlicher Rekord waren, sondern auch Club Rekord für die Twins! Bemerkenswert dabei ist vor allem, dass er den besten Hitter der Rangers, Shortstop Michael Young, gleich viermal erwischte! Sein Fastball und sein Change Up funktionierten in Kombination besser als in der gesamten bisherigen Saison und er war fast "unhittable". Von diesen 17 Ks schaffte er sage und schreibe 15 durch "Swinging Third Strikes", was ein weiteres Indiz dafür ist, dass keine an ihn heran kam.

Nach seinem 17. Punchout am Ende des achten Innings verließ er dann unter stehenden Ovationen das Spielfeld im heimischen HHH Metrodome in Minneapolis, MN. Den Rest besorgte dann Joe Nathan, der seinerseits noch zwei Ks dazu packte, so dass der Team Rekord für Strikeouts in einem Spiel neugeschrieben werden musste und nun bei 19 liegt.

Nur zur Info sei erwähnt, dass der MLB Rekord bei 20 liegt und von Roger Clemens (zweimal) und Kerry Wood gehalten wird. Und für Santana war es wieder der Beleg, dass er nachwievor der beste von allen ist, auch wenn er in diesem Jahr bisher für seine Verhältnisse er durchwachsen gespielt hatte, was für alle anderen aber immer noch großartig wäre…

Samstag, 18. August 2007

Cy Webb?

Der letztjährige Cy Young Award Winner Brandon Webb von den Arizona Diamondbacks tut gerade alles dafür, seinen Titel zu verteidigen und dabei macht er einiges her…

Der Sieg gestern gegen die Braves im Turner Field in Atlanta, GA war zugleich sein dritter Shutout in Folge! Dies hatte zuletzt Roger Clemens 1998 bei den Blue Jays geschafft und er bekam später den Award, der nach dem Pitcher mit den mit Abstand meistens Wins in der Geschichte benannt wurde…

Überhaupt hat Webb jetzt insgesamt schon 42 Scoreless Innings gepitcht, was einfach unglaublich ist. Zuletzt gab er am 20. Kuli im Wrigley Field gegen die Cubs zwei Runs ab. Seither ist er in fünf Starts 5-0 mit einem 0.00 ERA! Und in der Saison ist er jetzt über 26 Starts 13-8 mit einem 2.63 ERA und 161 Strikeouts über 184 2/3 Innings. Sein WHIP beträgt im Übrigen 1.17 und die D-Backs gewannen 20 ihrer letzten 25 Spiele und sind damit zum ersten Mal seit langer Zeit wieder auf Playoff-Kurs, zumal sie NL West mit vier Spielen Vorsprung auf San Diego anführen.

Die Saison geht noch ein bisschen, aber wenn er diese Form nur annähernd hält, sollte der Award ihm gehören.

Freitag, 17. August 2007

Carlos Zambrano bleibt in Chicago!

Während des Spring Trainings konnte man sich nicht einigen und nach Aussage von Carlos Zambrano, war er eigentlich auch nicht bereit, während der Saison zu verhandeln, doch der aktuelle Höhenflug der Cubbies hat diese Tendenz wohl verändert, denn die Chicago Cubs und ihr Pitching Ace haben sich nun doch auf einen neuen Deal einigen können!

Carlos Zambrano unterschrieb einen Fünfjahresvertrag über 91,5 Mio. $ mit der Option auf ein sechstes Jahr. Damit schafften es die Cubs also, ein Wettbieten auf dem Free Agent Markt im kommenden Winter zu verhindern. Zambrano verzichtet somit wohl auch weitere, noch größere Zahlen, denn beim aktuellen Markt hätte er locker noch einiges auf diesen Preis aufschlagen können, doch er wollte lieber bei seinem Team bleiben, für das er seit Beginn seiner Major League Karriere im Jahr 2001 spielt. Da er aber erst 26 ist, dürfte er nach Ablauf seines Vertrages immer noch die Chance auf einen weiteren hochdotierten Vertrag bekommen, denn in der Regel wird ein Pitcher mit dem Alter eher besser als schlechter – wie ein guter Wein…

"Big Z" betonte zwar, dass er glücklich sei über diese Vertragsverlängerung, doch richtig zufrieden könne er erst sein, wenn er eines Tages den Ring am Finger haben wird und das sei sein großes Ziel mit dem Club! Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.

Freitag, 10. August 2007

Totgesagte leben länger

Kennt ihr Rick Ankiel? Er war ein Starting Pitcher der St. Louis Cardinals und begann seine Karriere im Jahr 1999. Er pitchte seine erste (und letzte) volle Saison in 2000 und war da sogar der Starter des ersten Spiels der NLDS gegen die Atlanta Braves, hatte dort aber extreme Kontrollprobleme und beendete die Playoffs früher als geplant. Im Jahr darauf pitchte er noch sechs Spiele, musste dann aber aufgrund von Ellenbogen Problemen aussetzen. Er unterzog sich letztlich einer Tommy John Surgery und musste daraufhin bis zur Saison 2004 aussetzen. In 2003 und Anfang 2004 pitchte er noch in den Minors, um wieder Kraft aufzubauen, doch nach einem eher enttäuschenden Comeback in den Majors in 2004, entschied sich Ankiel, ganz aufzuhören. GM Walt Jocketty überzeugte ihn aber, doch zumindest als Hitter noch einen Anlauf zu nehmen und dies tat Ankiel dann auch.

Er verbrachte das letzte Jahr im Minor League System der Cardinals und arbeitete sich sukzessive nach vorne als Outfielder. Und dann war es endlich soweit, Ankiel wurde aktiviert und stand prompt gestern im Lineup der Cards gegen die San Diego Padres als Right Fielder. Und man kann sagen, sein Einstand als Feldspieler ist ihm gelungen! Er ging 1-4 und dieser eine Hit ereignete sich im siebten Inning gegen Reliever Doug Brocail: Er schlug mit zwei man auf Base einen Three Run Home Run auf die Tribüne im Right Field, das Busch Stadium tobte, alle freuten sich – besonders Manager Tony LaRussa – und Ankiel bekam gleich in seinem ersten Spiel einen Curtain Call und die Cardinals gewannen mit 5-0. Herzlichen Willkommen zurück, Rick Ankiel!

Das ist nicht nur eine tolle Geschichte, sondern auch eine vorbildliche Leistung, die jedem zeigt, dass man sein Ziel auch über Umwege erreichen kann. Auch wenn sich jemandem ein größeres Hindernis in den Weg stellt, sollte man nicht aufgeben, sondern irgendwie weitermachen, denn manchmal wird man dafür belohnt!

Mittwoch, 8. August 2007

Wir haben einen neuen Home Run King

Es ist vollbracht, Barry Bonds ist der Major League Baseball All Time Career Home Run King!

Man könnte jetzt auch schreiben, Barry Bonds war ein Triple entfernt von einem Cycle im gestrigen Spiel gegen die Washington Nationals im ausverkauften AT&T Park, denn nach einem Double, Single und einem Home Run fehlte ihm nur noch der "Three Bagger", doch eigentlich interessierte das genauso wenig wie das Ergebnis, das letztlich zu Gunsten der Nationals ausfiel. Die Story des Abends war natürlich Barrys Home Run Rekord.

Es geschah im fünften Inning, der Pitcher war Mike Bacsik (LHP), Barry hatte sich einen Full Count erarbeitet und den ersten 3-2 Pitch foul geschlagen. Den Zweiten verpasste er nicht, sondern traf alles an diesem Ball, der dann ins tiefe Center Field flog und irgendwo in einer Menschenmenge niederging. Barry wusste schon nach dem Schlag, dass der Moment gekommen war. Er streckte seine Arme gen Himmel und wartete, bis der Ball auf der Tribüne war, dann startete er seinen Triumphmarsch um die Bases und das Stadion stand und es gab nahezu grenzenlosen Jubel. An der Platte empfing ihn wieder Sohn Nikolai und seine Teamkollegen waren ebenfalls schon geschlossen aus dem Dugout gekommen, um zu gratulieren. Seine Frau, seine Mutter, seine zwei Töchter, sie alle waren da und dann kam auch noch sein Patenonkel, Giants Legende Willie Mays, der ihm nicht nur gratulierte, sondern auch noch ein Mikro mitbrachte, doch bevor der neue King etwas sagen konnte, gratulierte ihm erst einmal der alte Home Run König, Hank Aaron, via Videowall zum Rekord!

Bonds wandte sich danach, sichtlich gerührt, mit Danksagungen an seine Fans, an seine Familie und an seinen Vater, Bobby Bonds, der sicherlich von dort oben auch ganz genau hingesehen hatte, als sein Sohn sich seinen Lebenstraum erfüllte und Baseballs Home Run King wurde. Ein großer Moment, vor allem auch deshalb, weil es letztlich doch zu Hause in San Francisco stattfand, was auch für den Baseball insgesamt das Beste ist, denn diese Bilder der überwältigenden und ehrlichen Freude hätte es sonst wohl nirgends gegeben – wie sagt man so schön: "It's no place like home!"

Jetzt ist die "Road to History" beendet und man kann endlich wieder zur Tagesordnung zurückkehren, die da heißt, Pennant Races überall in den Divisionen und für europäische Fernsehzuschauer bedeutet dies, dass die Zahl der Giants-Spiele auf NASN nun merklich abnehmen werden und wir uns wieder dem Rest der Liga widmen können.

Zum Schluss bleibt mir noch zu sagen, dass die Bonds Serie, die ich am Anfang der Saison begonnen habe, nun beendet ist und ich muss sagen, es hat Spaß gemacht über diesen Rekord, dem größten im professionellen Sport, berichten zu dürfen und ich bedanke mich bei allen, die diese Berichte verfolgt und vielleicht auch mit Interesse gelesen haben!

(Das verwendete Bildmaterial unterliegt dem Copyright von ESPN.com)

Montag, 6. August 2007

Glavine 300

Es ist das Wochenende der Milestones. Es begann mit zwei Milestone Home Runs und es wird beschlossen durch eine Pitching Marke, die vielleicht niemals mehr erreicht werden wird…

Die New York Mets waren zu Gast bei den Chicago Cubs und obwohl es in diesem "Rubber Match" um den Sieg in der Serie ging, interessierte das nur beiläufig, denn Mets Pitcher Tom Glavine konnte mit einem Sieg Geschichte schreiben, denn ein Win wäre der 300. seiner Hall of Fame Karriere und machen wir es kurz, er hat es geschafft!

Im zweiten Inning sorgte er selbst dafür, dass die Mets in Führung gingen, denn mit einem Single gegen Jason Marquis brachte er Center Fielder Lastings Milledge nach Hause. Seine Offense unterstützte ihn später auch noch, doch er selber tat alles dafür, endlich Sieg Nr. 300 verbuchen zu können: Er pitchte 6 1/3 Innings und erlaubte dabei sechs Hits, einen Walk und zwei Runs und verließ den Mound dann im siebten Inning mit einer 5-1 Führung, die von den Relievern Pedro Feliciano und Aaron Heilman gehalten wurde. Am Ende stand es 8-3 führ die Mets (Carlos Delgado hatte allein vier Runs reingeschlagen) und nach dem letzten Out durch einen Grounder zu Second Baseman Ruben Gotay, war es endlich perfekt: Tom Glavine gewann sein 300. Spiel und setzt damit ein weiteres Sahnehäubchen auf seine grandiose Karriere!

Diese Karriere begann er im Jahr 1987 bei den Atlanta Braves, wo er bis 2002 äußerst erfolgreich spielte und gemeinsam mit John Smoltz und Greg Maddux – zwei weiteren zukünftigen Hall of Famern – eine großartige Rotation bildete. Sein größter Erfolg war sicher die World Series 1995, die man gegen die Cleveland Indians gewann und er selbst zum MVP gewählt wurde. Außerdem hat er fünf 20-Win Seasons auf dem Konto, zwei Cy Young Awards und über 2.500 Strikeouts.

Er ist nun das 23. Mitglied im 300-Win Club und vielleicht auch das letzte, denn bis auf Randy Johnson, der bei 284 Wins steht, ist keiner auch nur annähernd in Reichweite. Da aber für "Big Unit" die Saison zu Ende ist und er nach einer weiteren Rücken-OP im nächsten Jahr noch 16 Siege einfahren müsste, könnte es durchaus sein, dass er diese Marke nicht mehr erreichen könnte. Und die jüngere Generation an Pitchern wird sowieso nicht mehr in die Nähe von 300 kommen, denn selbst wenn man zehn Jahre 15 Wins einfährt, wäre man erst bei der Hälfte und so eine Serie allein ist schon unglaublich schwer zu erreichen…

Insofern feiern wir den Moment und einen großen Pitcher, vor allem auch vor dem Hintergrund, dass solch eine Gelegenheit vielleicht nie wieder kommt!

(Das verwendete Bildmaterial unterliegt dem Copyright von CBS SportsLine.com)

Sonntag, 5. August 2007

A-Rod mit 500 / Bonds mit 755

Zugegeben, es gab gestern, am 4. August 2007, so viele beeindruckende Dinge, über die man ganz viel schreiben könnte, doch aufgrund der Tatsache, dass Geschichte geschrieben wurde und das gleich zweimal, beschränke ich mich darauf.

A-Rod jüngstes Mitglied im 500 Home Run Club

Gehen wir chronologisch vor und beginnen mit dem frühen Nachmittag in der Bronx, wo die Yankees die Royals empfingen. Es war das erste Inning und Alex Rodriguez trat mit einem Out und zwei Läufern auf Base an die Platte gegen den ehemaligen Pitcher der Atlanta Braves, Kyle Davies…

Rodriguez schwang auf den ersten Pitch, den er sah und er flog die Linie im Left Field hinunter bis in die ersten paar Ränge – Nr. 500 für A-Rod, ein Three Run Shot! Damit ist er der jüngste Spieler aller Zeiten, der 500 Home Runs geschlagen hat. Er war gestern genau 32 Jahre und 8 Tage alt, womit er Red Sox Legende Jimmie Foxx um schlappe 330 Tage schlagen konnte in dieser Statistik. Zugleich wurde er das 22. Mitglied des illustren Klubs, der eigentlich die Fahrkarte nach Cooperstown, NY garantiert, obgleich er die sowieso schon sicher hatte…

Das Stadion bebte und alle standen, als der Moment, auf den alle gewartet haben, endlich da war. Der komplette Yankee Dugout leerte sich und alle warteten darauf, dass A-Rod seine Runde beendete, um ihm – jeder einzeln – zu gratulieren. Ein großartiger Moment, wie Alex später zugab. Die Yankees gewannen letzten Endes das Spiel mit 16-8.

Jetzt, wo diese Hürde genommen ist, kann man sich endlich wieder auf das Wesentliche, nämlich das Erreichen der Playoffs, konzentrieren! Und sollten sie diese erreichen, müssen wir auch nicht über den MVP in der AL nachdenken, denn dieser könnte dann nur A-Rod sein, der zurzeit bei 36 Home Runs und 108 RBI steht – und wir haben Anfang August.

Barry Bonds zieht mit Aaron gleich

Lange mussten wir warten, doch nun ist es soweit, Barry Bonds hat den All Time Home Run Rekord eingestellt und liegt nun gleichauf mit Henry Aaron bei 755 Home Runs.

Die Giants spielten ihr zweites Spiel der Serie in San Diego und Barry Bonds trat als Lead Off Hitter im zweiten Inning an die Platte, stand Clay Hensley gegenüber. Der Count war 2-1 und Hensley servierte einen Pitch an die Außenkante. Bonds traf und hämmerte ihn in die Ränge im Left Field und schon vom Sound des Schlages konnte man erahnen, dass dieser Ball nicht zurück kommt! Nr. 755 für Barry Bonds im Petco Park in San Diego, CA!

Aber entgegen aller Unkenrufe buhte keiner, jedenfalls war keiner unter dem großen Jubel im Stadion zu hören! Alle Zuschauer standen, viele klatschten und Blitzlichtgewitter erging über alle Ränge verteilt. Die Giants kamen alle aufs Feld um Barry zu gratulieren, doch der erste Gratulant war wie schon bei 715 und einigen anderen großen Home Runs in Barrys Karriere sein Sohn Nikolai, der Barry noch an der Platte in die Arme sprang. Ein schönes Bild, wie ich finde!

Ein bisschen Statistik noch zum Schluss: Es war Nr. 755 für Bonds und er flog 382 ft. bis in die Ränge im Left Field. Dadurch wurde Clay Hensley der 445. Pitcher, der gegen Barry Bonds mindestens einen Home Run abgegeben hat. Allerdings muss er sich nicht grämen, denn Nr. 755 war ja "nur" die Einstellung des größten Rekordes im professionellen Sport – der nächste Pitcher, gegen den Bonds homert, der wird nie vergessen werden…

Wann das allerdings passiert, lässt sich schwer sagen, doch es würde mich sehr wundern, wenn es heute schon soweit wäre, denn es ist ja ein Day Game nach einem Night Game und da könnte man Barry ja mal pausieren lassen, zumal es morgen schon in San Francisco mit einem Homestand weitergeht. Zunächst kommen die Nationals und dann sein erstes Team, die Pirates – und wo wäre es ihm lieber, Geschichte zu schreiben, als im AT&T Park?!

(Das verwendete Bildmaterial unterliegt dem Copyright von CBS SportsLine.com)


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