Montag, 3. März 2008

Ein Schritt nach vorn

Liebe Leser, nachdem ich mich nun einige Zeit nicht gemeldet habe, hier die Erklärung dafür: Ich habe zusammen mit einigen anderen Baseball-Fans heimlich, still und leise an der Verwirklichung eines neuen Baseballportals gearbeitet, anbei der offizielle Text:

Deutschlands erstes und brandneues Baseball-Portal www.mlbinsider.de geht am heutigen Montag, den 3. März 2008, online. Das Angebot überzeugt mit mehrfachen täglichen Newsupdates, Spielberichten und ausführlichen Artikeln, die Hintergründe zur Major League Baseball und den Minor Leagues beleuchten. Zusätzlich finden die Leser zahlreiche Blogs und Kolumnen der MLBI-Redakteure vor. Weitere Extra-Rubriken haben die Geschichte der MLB und Baseball in den Medien zum Thema. Das zeitgemäße Web 2.0-Portal erlaubt es unter anderem alle deutschsprachigen Baseball-Fans sich untereinander zu vernetzen, Artikel zu kommentieren, am Fantasy-Game teilzunehmen und im Forum untereinander zu diskutieren. Die Macher setzen dabei auf ein erfahrenes Team in der Redaktion und Entwicklung.

MLBInsider.de - Das Baseball-Portal - ab sofort online!


Dort werde ich auch meinen Blog weiterführen, so dass ihr meine Meinungen, Ansichten etc. zukünftig dort finden werdet. Ich hoffe, ihr schaut euch die Seite mal an, denn es steckt wirklich viel Mühe drin und wird hoffentlich dabei helfen, Baseball in unseren Gefilden bekannter zu machen.

Das wär's von mir, hoffe man sieht sich auf MLBInsider.de...

Donnerstag, 15. November 2007

Peavy einstimmig

Es gibt 32 Stimmberechtigte für den Cy Young Award. Diese vergeben jeweils eine Stimme für den ersten, zweiten und dritten Platz und in diesem Jahr gab es für die Vertreter der BBWAA (Baseball Writers Association of America) beim ersten Platz keine zwei Meinungen – wie zu erwarten war!

Jake Peavy von den San Diego Padres führte die National League in Siegen (19), ERA (2.54) und Strikeouts (240) an und gewann damit die NL Pitching Triple Crown, was für mich allein schon Grund genug ist, diesen Preis zu bekommen. Er war zum ersten Mal seit einiger Zeit wieder die ganze Saison gesund und topfit, so dass er der ganzen Baseball Welt zeigen konnte, was er zu leisten im Stande ist, wenn er mal nicht von irgendwelchen Verletzungen gestoppt wird.

Unter diesem Aspekt ist es umso enttäuschender für die Padres, dass sie zum Ende der Saison die Playoffs verpassten und sich im entscheidenden Spiel mit Peavy auf dem Mound den späteren NL Champions, Colorado Rockies, geschlagen geben mussten. Derzeit verhandelt man offenbar über eine langjährige Vertragsverlängerung, da sein aktueller Vertrag nach der kommenden Saison ausläuft und ihn zu verlieren, wäre für San Diego ein schwerer Schlag, denn ohne eine großartige Offense, sollte man zumindest über ein großartiges Pitching verfügen, um in der neuerdings starken National League West konkurrenzfähig zu sein.

Mittwoch, 14. November 2007

Cy für C.C.

Ihr werdet es vernommen haben, C.C. Sabathia wurde gestern mit dem American League Cy Young Award ausgezeichnet. Er setzte sich dabei deutlich vor dem zweitplatzierten Josh Beckett durch, der dafür aber in der Postseason deutlich besser war und am Ende mit den Red Sox die World Series gewann.

Da ja die Playoffs bei diesen Awards keine Rolle spielen, halte ich diese Wahl, wie ich auch schon am Ende der Regular Season schrieb, für gut, denn Sabathia hatte insgesamt vier Starts und über 40 Innings mehr auf dem Konto als Beckett und dabei sogar einen besseren ERA. Zudem schaffte er mehr Strikeouts und ließ weniger Walks zu und schon deshalb kann man den einen Sieg, den Bostons Ace Pitcher mehr hat (20 zu 19), durchaus verschmerzen!

Für Clevelands besten Starter war die letzte Saison so etwas wie der langersehnte Durchbruch. Er war zwar in den Jahren zuvor auch schon ganz gut, doch etwas fehlte ihm zur richtigen Dominanz und es waren meistens kleinere Blessuren, die ihn immer wieder zurückwarfen, doch in 2007 passte alles! Sein Fastball funktionierte und sein Slider hatte den richtigen Biss, wodurch die 209 "Ks" folgerichtig zu Stande kamen. Glücklicherweise bekam er auch den Run Support in den meisten Fällen, so dass er vom Team für seine Leistungen mit 19 Siegen auch entsprechend belohnt wurde. Für ihn bleibt nun zu hoffen, dass er diese Form beibehalten kann, denn von seinem "Stuff" her, war er schon immer für Großes vorgesehen, er musste es nur zusammenbringen!

Mittwoch, 31. Oktober 2007

Das Leben geht weiter

Das Leben geht weiter in New York, auch ohne Joe Torre, auch ohne Alex Rodriguez! Die New York Yankees wären nicht die New York Yankees, wenn sie sich auch nur eine Minute mit dem Nachtrauern nach großen Stars aufhalten würden, die die Organisation verlassen haben!

Den ersten Schritt in Richtung Zukunft taten sie gestern, als sie Joe Girardi als neuen und damit 32. Manager in der Geschichte des Franchises vorstellten. Er war unter anderem Teil der World Series Teams von 1996, 1998 und 1999 als Catcher und später Backup Catcher von Jorge Posada (bzw. persönlicher Catcher von David Cone, für den er bei dessen Perfect Game in '99 hinter der Platte hockte). Zudem arbeitete er 2005 als Bench Coach unter seinem jetzigen Vorgänger Joe Torre und wurde bei den Marlins in 2006 Manager of the Year, als er ein sehr junges Team zu 78 Siegen führte und sie lange im Rennen hielt. Und seit gestern ist er nun der neue Manager der Yankees, nachdem er das Team im letzten Jahr als Experte bei YES genau beobachtete, was ihm in der neuen Saison sicher helfen wird. Er unterschrieb einen Dreijahresvertrag über geschätzte 7,5 Mio. $, wodurch er automatisch zu einem der bestbezahlten Manager der MLB wird!

Und auch an der Spielerfront scheint es gute Neuigkeiten zu geben, denn wie mehrere Agenturen berichten, traf sich GM Brian Cashman mit Closer Mariano Rivera und dessen Berater im Legends Field in Tampa, FL zu ersten Gesprächen über einen neuen Vertrag. Es stehen drei Jahre und 40 Mio. $ im Raum. Girardi kündigte im Übrigen gestern schon an, dass er sich mit den drei Free Agents, also Jorge Posada, Andy Pettitte (Spieleroption über 16 Mio. $) und eben Rivera schnellstmöglich in Verbindung setzen wolle, um diese zum Bleiben zu veranlassen, zumal er alle drei noch aus gemeinsamen Zeiten in den 90ern kennt. Mein Tipp hier wäre, dass wohl alle drei bleiben, zumal man mit den vielen "Young Guns" im Pitching Staff eine so gute Rotation haben wird, wie lange nicht mehr…

Wer der neue Third Baseman wird, ist dagegen völlig offen, aber es kursieren natürlich viele Gerüchte. Einige sprechen von Mike Lowell, wobei ich es fraglich finde, ob die Red Sox ihn gehen lassen, dann fällt öfters der Name Joe Crede, von dem ich jetzt nicht so viel halte und ganz oben auf der Prominenzskala steht Miguel Cabrera, der 2006 ja schon einmal unter Girardi spielte, allerdings könnte der geforderte Preis der Marlins zu hoch sein. Aber eines gilt meines Erachtens als sicher: Wilson Betemit wird nicht der Starter in der "Hot Corner", denn obwohl er Switch Hitter ist, kommt er gegen Linkshänder überhaupt nicht klar und ist auch sonst nicht unbedingt der beste Contact Hitter.

Zum Schluss noch eine kleine Anmerkung am Rande: 2003 hatte man keinen Alex Rodriguez und wo endete da die Saison? Ach ja richtig, in der World Series…

Montag, 29. Oktober 2007

Red Sox gewinnen World Series

Ich hab es ja von Anfang an (also von Anfang der World Series an…) gesagt, diese World Series wird nur vier Spiele andauern, schade ist nur, dass ich darauf nicht gewettet hab, aber was soll's. Herzlichen Glückwunsch an die Boston Red Sox und all ihre Fans, das war großes Kino!

Zudem sende ich direkt noch einen Glückwunsch an Third Baseman Mike Lowell, der zum MVP gewählt wurde und damit deutlich machte, dass man nicht der am höchsten bezahlte Spieler auf seiner Position sein muss, um auch in der Postseason in großen Momenten zu glänzen! Ich denke diese Anspielung versteht jeder, jedoch werde ich darauf jetzt nicht weiter eingehen, denn hier geht es um wahre Champions und nicht um überbezahlte "Wannabes"…

Die Red Sox vereinten eigentlich alles auf sich, was ein erfolgreiches Team benötigt: Sie hatten ziemlich gutes Starting Pitching, wobei nur Josh Beckett allüberragend war und gäbe es einen Postseason MVP, so wäre er es sicher geworden. Und dann haben sie einen Bullpen, der besonders durch Hideki Okajima und Jonathan Papelbon fast unüberwindbar war gegen Ende des Spiels, was besonders im Oktober Gold wert ist. Doch das wirklich bewundernswerte ist sicherlich die Art und Weise, wie eigentlich alle Spieler ihre Leistung an der Platte brachten, wenn es wirklich zählte. In der Regular Season hatte man noch den Eindruck, dass eigentlich nur David Ortiz, Manny Ramirez und im Windschatten dieser beiden noch Mike Lowell regelmäßig für Zählbares sorgten, doch in diesen Playoffs hatte eigentlich jeder irgendwann einen "Clutch Hit" – sogar Daisuke Matsuzaka!

Man kann es drehen und wenden wie man will, aber dieser Erfolg ist mehr als nur verdient, denn dieses Team hatte über eine lange Saison den besten Record im Baseball, sie werden wohl den Cy Young an Josh Beckett verteilen (ich weiß, eigentlich sah ich Sabathia vorne, aber nach der Postseason muss Beckett ihn kriegen, obwohl Oktober eigentlich nicht zählt für diesen Award…) und sie verloren nur drei Spiele in diesen Playoffs, was dazu führte, dass sie die ALCS nach einem 3-1 Rückstand noch drehen mussten. Auch wenn ich großer Fan der Yankees bin, kann ich diese Leistung nur neidlos anerkennen, denn wer so dominant auftritt, ist zu Recht World Champion!

Sonntag, 28. Oktober 2007

Noch ein Sieg…

Die Boston Red Sox benötigen noch einen Sieg, um zum zweiten Mal innerhalb der letzten vier Jahre die World Series zu gewinnen. Grund dafür war eine starke Leistung Bostons an der Platte in Spiel drei und ein recht solides Pitching.

Die Red Sox erzielten sechs Runs im dritten Inning und schickten damit Colorados Starter Josh Fogg nach nur 2 2/3 Innings zurück in den Dugout. Daisuke Matsuzaka auf der anderen Seite, war wieder mal solide, brachte es aber auch nur auf 5 1/3 Innings, ehe er mit abermals über 100 Pitches ausgewechselt wurde – er ließ zwei Runs bei drei Hits und drei Walks zu. Für ihn kam Javier Lopez und der erlaubte zwei Hits, die die von "Dice-K" zugelassenen Base Runner nach Hause schickten. In der Folge pitchten sich Mike Timlin und Hideki Okajima in Probleme mit Matt Hollidays Three-Run-Homer als Höhepunkt, der die Gastgeber auf 6:5 heran brachte, doch weiter ging es nicht mehr für die Rockies, denn im achten Inning erhöhte Boston dann wieder durch Base Hits von Jacoby Ellsbury und Dustin Pedroia, der sich so langsam zum MVP der Series aufschwingt, auf 9:6. Am Ende stand es 10:6 und die Führung der Red Sox beträgt nun 3-0, Spiel vier heute Abend kann also schon die Entscheidung bringen!

Die Starter heute Abend sind Jon Lester für die Red Sox und Aaron Cook für die Rockies und für beide wird es der erste Postseason Start ihrer Karriere, wobei Lester schon zweimal als Reliever in der ALCS zum Einsatz kam. Lester kam in die Schlagzeilen, weil bei ihm im August 2006 Krebs diagnostiziert wurde, doch er besiegte die Krankheit und kämpfte sich langsam aber sich wieder zurück. Und nun pitcht er Spiel vier der World Series – das sind Geschichten, wie sie nur das Leben schreiben kann! Bei Aaron Cook war es nur eine normale Verletzung, die ihn für die ersten zwei Runden der Postseason außer Gefecht setzte. Jetzt ist er fit und bereit, die letzte Chance für sein Team zu bewahren, denn für die Rockies heißt es heute ja schon "Win or go Home" – wie die Amerikaner so gerne sagen. Allerdings hat Cook zuletzt gegen die Chicago Cubs im August auf dem Mound gestanden, insofern ist dieser Einsatz heute keineswegs ohne Risiko, aber was will man machen? Man steht mit dem Rücken zur Wand!

Meine Prognose kennt ihr ja bereits, ich sagte vor Spiel eins, es gibt einen Sweep und daher sage ich das auch heute noch, auch wenn ich mir natürlich eine längere World Series wünschen würde…

Samstag, 27. Oktober 2007

Auf nach Denver

Die World Series wird heute nach einem Tag Pause in Denver, CO fortgesetzt, doch das, was ich heute zu sagen habe, wird sicher den Rockies Fans nicht sonderlich schmecken, denn Bostons heutiger Starter scheint wie geschaffen zu sein, für die heutige Aufgabe…

Doch zunächst sprechen wir einmal über Spiel zwei, denn in diesem konnten die Rockies durchaus mithalten, sie bekamen eine tolle Pitching Leistung von Ubaldo Jimenez (mit Abstrichen) und vor allem vom Bullpen, der gegen die Red Sox nichts zuließ, doch da Curt Schilling und die bärenstarken Reliever Hideki Okajima und Jonathan Papelbon ebenfalls unschlagbar waren, sicherten sich die Red Sox durch einen 2:1 Erfolg eine 2-0 Führung in der Serie, was doch ziemlich entmutigend wirken könnte, denn ob solch eine Chance noch einmal kommen wird für Colorado, mag ich doch bezweifeln!

Heute Nacht steigt nun also Spiel drei im Coors Field und Rockies Starter Josh Fogg spielt bisher eine ziemlich gute Postseason – er ist 2-0 mit einem 1.13 ERA in acht Innings, wobei man erwähnen sollte, dass sein erster Auftritt eine Relief Appearance über zwei Shutout Innings in Spiel zwei der NLDS gegen die Phillies war. Interessant dürften seine Interleague-Statistiken sein, denn in dieser Saison war er 2-1 mit einem 4.00 ERA in 18 Innings, wobei er die Siege gegen die Red Sox und Yankees holte, was ja an sich ein gutes Omen sein könnte…

Auf der anderen Seite steht Daisuke Matsuzaka im Rampenlicht. Er spielte bisher eine eher durchwachsene Postseason und sein Sieg in Spiel sieben der ALCS kam auch nur deshalb zustande, weil der Bullpen der Indians völlig auseinanderbrach. Sollten also gute Aussichten sein für die Rockies, doch halt, seine Interleague Zahlen sprechen da eine ganz andere Sprache! Er ging in dieser Saison gegen Teams aus der National League 3-1 mit einem 2.00 ERA über 27 Innings und sammelte dabei 32 Strikeouts. Seine einzige Niederlage kam dabei in Arizona, als er in sechs Innings zwei Runs zuließ und das Pech hatte, einem überragenden Randy Johnson gegenüberzustehen. Jetzt fragt man sich natürlich, wie es denn sein kann, dass "Dice-K" gerade gegen NL-Teams so gut ist, doch die Antwort liegt eigentlich auf der Hand: Die japanische Liga ist von der Stärke der Lineups durchaus mit der National League gleichzusetzen! Man hat da eben nicht so dichte Power Lineups, sondern setzt vermehrt auf "Small Ball" und für sowas ist Matsuzaka eben der Richtige!

Das größte Fragezeichen für Bostons Manager Terry Francona wird heute sein, die erste Base zu besetzen, denn in einem National League Stadion gibt es bekanntlich keinen Designated Hitter, was bedeutet, dass er entweder auf David Ortiz verzichten, oder diesen an Stelle von Kevin Youkilis an die erste Base stellen muss, was ihn wiederum seinen geduldigsten Hitter kosten würde. Ich würde dennoch "Big Papi" aufstellen, einfach deshalb, weil seine Power zu wichtig ist für die Red Sox, denn man hat ja ohnehin nur noch Manny Ramirez, der auf sicher Topleistungen bringt…

Wie auch immer, ich bleibe auch heute bei meiner Sweep Prognose und sage, die Sox gewinnen auch Spiel drei!

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